Togohilfe-Reisebericht: Teil 7

Erlebnisse und Begegnungen, spontan von Stefan Raetz notiert.

 

Mittwoch, den 30. November 2016

Wie immer sind wir gegen 6.00 Uhr wach geworden. Die quietschenden Türen im Hotel sind ein guter Wecker. Heute heißt es Abschied zu nehmen von Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas. Jetzt sind wir reif für die Hauptstadt und größten Stadt, für Accra. Die Dusche ist heute heiß. Nur heiß! Im Mittel ist damit alles in Ordnung. Das Frühstück bietet als Neues gekochtes Ei und Gurken, sowie Paprika. Father John von der Partnergemeinde der kath. Kirche in Meckenheim in Kumasi ist doch noch vorbeigekommen. Es gab im Vorfeld Probleme beim Austausch der Informationen. Ein wenig Aufklärung über unsere Arbeit in Togo, überreichen des Togo-Kalenders, der Post aus Meckenheim und schon mussten wir starten. 9.00 Uhr pünktlich Abfahrt ins etwa 260 km entfernte Accra. Auf der gut ausgebauten Straße, zum Teil sogar vierspurig, geht es zügig voran. Die ewigen Hubbel nerven allerdings! Aber die Polizeikontrollen sind deutlich weniger geworden. Wir durchqueren eine sehr grüne, hügelige und fruchtbare Region von Ghana. Fast wie im Tropenwald. Viele Palmen und Bananenbäume. Die Kakao-Ernte hat gerade begonnen. Am Straßenrand wieder unzählige Verkaufsstände.

Nach 150 km machen wir, wie von John noch empfohlen, um 12.00 Uhr Pause im Linda Dor Highway Rest Stop. Gut und relativ modern gemacht. Eine Erfrischung tut jetzt auch gut. Nach einer halben Stunde geht's weiter. Noch 100 km bis zu unserem Ziel in Accra. Salifou meint immer noch er würde nach der Ankunftszeit bezahlt. Je früher umso mehr. Wir haben ihm dann doch gebeten über die wirklich wahnsinnigen "Hubbels" dezenter drüber zu fahren. Der Po und der Kopf sagen, ebenso wie der Kleinbus aus Japan, Danke! Wir kommen gut durch nach Accra. Kurz vor der Hauptstadt fängt es an heftig zu regnen. Die Händler an der Straße bringen alles in Sicherheit. 15 Minuten irrer Platzregen. Danach scheint wieder die Sonne. Die Temperatur geht von 36 ℃ auf 34 ℃ zurück. Ein warmer Regen. Klaus lenkt uns durch das ebenfalls an Autos erstickende Accra. Unweit vom  Flughafen ist unser gebuchtes Hotel beheimatet. Die Mahogany Lodge.

Für die letzten Tage ein Hotel nach europäischem Standard! Nur der mit Maschinengewehr bewaffnete Sicherheitsmensch am Eingang irritiert. Überhaupt ist das Hotel gut abgesichert. Gregor verlässt ums um zurück nach Togo zu reisen. Wir treffen uns im Hotel mit dem von John empfohlenen Guide Nii. Er schlägt die Möglichkeiten für den morgigen Tag in Accra vor. Wir sind einverstanden, auch mit der Entlohnung. Wir essen im Hotel. Vor dem Essen werden heiße Tücher gereicht. Die Stoffservietten werden uns vom, immer reichlichen, Personal umgelegt. Michael und Uschi Essen naja, eher Italienisch, dafür Silvia, Klaus und ich traditionell Ghanaisch. Ich habe Fisch und Reis mit Pallawersauce. Lecker! Sogar einen Espresso gibt es nach dem Essen. Europa, wir sind bald wieder da! Früh geht's auf das Zimmer, in Vorfreude auf die Dusche morgen. Das Bad macht Freude auf das Aufstehen morgen früh. Was geht es uns gut.