Togohilfe-Reisebericht: Letzter Teil

Erlebnisse und Begegnungen, spontan von Stefan Raetz notiert.

 

Freitag, den 2. Dezember 2016

Unser letzter Tag in Westafrika. Ja, die Nacht war was besser, aber optimal ist was anderes. Um 8.00 Uhr wird gefrühstückt. Ein Guter Einstieg in einen ruhigen Tag im Hotel, insbesondere am Pool. Gegen Aufpreis dürfen wir die Zimmer bis zum "Abflug" zum Flughafen nutzen. Man hat ja doch eine Menge zu "rödeln" bis alles wieder Abreisefertig ist. Wir verabschieden Aimé und Salifou und sagen Danke für die Unterstützung bei der Realisierung der Tour. Ohne Aimé wären wir in der Effektivität und der Kontrolle unserer Arbeit auch nicht so gut. Sie fahren noch kurz vor der Grenze nach Togo in Ghana bei Bekannten vorbei um denen einiges an Unterstützung zu bringen. Heute ist Feiertag in Ghana. Farmers Day. Daher hat das Goethe-Institut, gleich hinter unserem Hotel, zu. Schade, denn wir wollten, wie in Lomé in Togo auch, mal interessenhalber hin.

Den Vormittag verbringen wir am und im Pool. Das tut auch mal gut. Quasi "runterkommen" von den vielen Eindrücken der Tour. Jeder schreibt noch was an Erinnerungen auf, sortiert die vielen Bilder und bereitet sich auf den Rückflug vor. Mittags wandern wir drei Straßen weiter zu "Captain Hooks". Nochmal lecker zum Abschluss Essen. Ein feiner Laden. Alles im Fischerlook. Zum Glück sind nur, für die Verhältnisse hier, die Preise gesalzen. Das Essen ist fein gewürzt. Ich habe natürlich wieder Fisch. Auch hier leuchtet der Weihnachtsbaum und blinkt in allen Variationen. Amerikanisch halt. Nein, wir haben Weihnachten bei den Temperaturen noch nicht "auf dem Schirm". Nochmal schön unter die Dusche, in die Jeans - die Zeit der Shorts ist beendet -, die Jacke im Handgepäck parat gelegt und um 18.00 Uhr mit dem Hotelservice zum Flughafen. Nach 15 Minuten sind wir da. Weitere 10 Minuten und unsere Koffer sind am Eingang durchleuchtet. Nochmals 10 Minuten und wir sind eingecheckt. 11 kg und 16 kg wiegen die Koffer von mir. Da ist viel in Togo geblieben. Nach weiteren 2 Vor-Checks der Papiere und 3 End-Checks vor dem Boarding sind wir am Boardinggate. Michaels Feuerzeug im Handgepäck bleibt allerdings in Ghana. Beschwerden über das Personal ist ausdrücklich verboten. Steht überall angeschlagen. Wer es doch tut wird vom Flug ausgeschlossen! Heftig! Das Flughafengebäude und das Umfeld haben deutlich an Attraktivität gewonnen. Moderne Infrastruktur. Hier ist nicht das typische Ghana. Auch hier fällt auf, dass nur ganz wenige Menschen rauchen. In Togo und Ghana wird von Einheimischen eigentlich nicht geraucht. Die kauen ihre besonderen, berauschenden Bohnen und Rinden. Um 22.05 Uhr soll das Flugzeug, eine Boing 777-300 - also mit 408 Passagieren größer als der Airbus beim Hinflug - nach Amsterdam abheben. Um 21.15 Uhr beginnt das Boarding. Um 21.45 Uhr habe ich meinen Platz. Er war besetzt. Der Herr saß falsch. So, meinetwegen kann es losgehen. Die Flugzeit für 5302 km wird mit 6 Stunden und 9 Minuten angegeben. Der Herr neben mir hat bereits seinen Mantel an. Hoffentlich schwitzt er nicht! Jetzt nimmt er sich auch noch die Decke. Hey, wir sind noch in Ghana! Die Maschine ist voll belegt. Wir fahren um 22.05 Uhr pünktlich aus der Parkposition. Um 22.15 Uhr starten wir zu einem ruhigen Flug. Um Mitternacht Abendessen und dann versuche ich etwas die Augen zu schließen. Nicht einfach!

Samstag, den 3. Dezember 2016

Der Flug ist ruhig. Die Nacht ist unruhig. An Schlaf ist trotz des guten Sitzabstandes nicht zu denken. Schön mal wieder die alten CDs zu hören. Das Entertainmentprogramm ist sehr gut. Ein Frühstück mit Früchten und Joghurt um 04.00 Uhr - wir haben schon wieder dt. Zeit. Die Landung pünktlich um 5.30 Uhr. Das lässt hoffen, dass Michael und ich den Anschluss nach Düsseldorf schaffen. Wir verabschieden uns kurz voneinander, aber Uschi, Silvia und Klaus, unsere Süddeutschen, werden ja am Wochenende schon wieder in Rheinbach zum Weihnachtsmarktstand da sein. Dann heißt es wieder Einnahmen erzielen um weiter Gutes tun zu können. Durch die ersten Kontrollen durch schaffen wir es auf dem weitläufigen Flughafen Schipol zum Boarding pünktlich am Gate zu sein. Mit einer Fokker 70 geht's weiter. Von dem größten Vogel von KLM zum kleinsten Spatzen. 80 Passagiere können mit. Auch der Flug ist voll besetzt. Wenn es jetzt noch unser Gepäck schafft, dann wäre das super. Wir fliegen später ab, weil noch Koffer eingeladen werden. Das lässt hoffen. Ein langer Weg zum Startplatz. Fahren wir nach Düsseldorf? Um 7.15 Uhr sind wir in der Luft. Es gibt Wasser aus der Türkei und Spekulatius aus Holland. Schon um 7.45 Uhr setzen wir wieder auf. Im Schneematsch von Düsseldorf. Wir sind wieder in Deutschland! Minus 4 ℃. Kurzer Bustransfer, Kofferband und auch unsere Koffer sind alle mit da. Birgitta nimmt uns um 8.15 Uhr in Empfang. Eine Stunde später sind wir wieder in Rheinbach. Eine tolle Tour mit guten Freunden ist am Ende. Alles ist gut gegangen. Auch der Magen hat alles vertragen, auch wenn er so manches das erste Mal kennengelernt hat. Danke!

Fazit:

Wie jedes Jahr eine gelungene, eine wichtige Reise. In Togo haben wir die letzten 15 Jahre so viel geleistet - das kann sich sehen lassen! Wichtig, es ist immer Hilfe zur Selbsthilfe. Die Schulbauten, die Kindergärten, die Brunnen, die Krankenstationen, die Ausbildungszentren, die EDV-Räume und vieles mehr: Immer bringen unsere Partner vor Ort einen, wenn auch kleinen, Eigenanteil. Auch muss die Hilfe nachhaltig sein. Bildung und Gesundheit stehen im Mittelpunkt. Daher jedes Jahr die Visite. Ist noch alles gepflegt? Werden die Brillen noch getragen? Jedes über die Sozialpatenschaften gefördertes Kind wird in Lomé und Kpalimé besucht. Wie ist die Entwicklung? Wie sind die Schulerfolge? Wie sieht es mit den Lernbedingungen und der Hygiene zu Hause aus? Nur einige Fragen, die die Paten haben und bei den Besuchen geprüft werden. Wichtig sind hier unsere Unterstützer vor Ort mit Aimé  als Chefkoordinator. Jede Woche ist er für die Togo-Hilfe-Rheinbach gefordert. Ein Glücksfall. Wichtig ist auch, dass wir das Land, auch die Nachbarländer, bereisen. So lernen wir die Unterschiede kennen und können gleichzeitig noch mehr Land, Leute und Kultur verstehen. Und wir von der Togo-Hilfe um unseren Vorsitzenden Michael F. Firmenich, wir machen das alle ehrenamtlich und zahlen unsere Tour natürlich selbst.

 

Wir garantieren:

Jede Spende kommt zu 100 % in Togo an. Gutes tun mit gutem Gewissen ohne Verwaltungskosten, da wir die auch privat selber tragen.