Togoreise - Tag 12

Dienstag, 28.11.

Wir machen heute einen Ausflug nach Aneho. Auf der Fahrt nach Aneho kommen uns fast 40 LkW’s eines nigerianischen Zement-Lieferanten entgegen. Unterwegs wird uns erzählt, dass diese Firma dem reichsten Menschen Afrika’s gehören würde. Ein bisschen deutsch-togoische Geschichte und etwas Natur wollen wir in der Gegend von Aneho erleben.

 

Zunächst steht die Besichtigung von ein paar alten Gebäuden an. Eine alte Kirche, die in Aneho von den Deutschen gebaut wurde, ein ehemaliges Krankenhaus (Kutschenritter – nach Info von einem Geschichtslehrer war das zu seiner Zeit das modernste Krankenhaus in Westafrika), in dem heute eine Schule untergebracht ist, sowie verschiedene Denkmäler – alte Spuren der Deutschen in Togo, die mit Unterstützung der deutschen Botschaft erhalten werden.

 

 

In Zebe, einem Ortsteil von Aneho gibt es ein altes Museum aus der Kolonialzeit. Zebe war früher mal zeitweise die Hauptstadt von Togo. Im Museum gibt es alte Landkarten, Fotos, die englische Handschrift des Schutzvertrages und verschiedene afrikanische Figuren, die den König Foli und einige Mitglieder seines Hofstaates zeigen (es handelt sich nicht um Foli Bebe aus dem benachbarten Glidji, sondern um einen König Foli aus dem hiesigen Ort).

 

 

Zu Mittag essen wir im Hotel Oasis am Meer. Das ist wunderschön gelegen, an der Stelle wo der Lac-Togo Verbindung zum Meer hat. Auf der Speisekarte gibt es Seezungenfilets – aber auch Crepes mit Schokolade.

Das Essen bestellen wir nach unseren früheren Erfahrungen vor, bevor wir ins Museum gehen. Wir sind im Moment die einzigen Touristen hier.

 

Am Nachmittag besuchen wir ein Öko-Museum – das ist eigentlich eine Baumschule ist. Wir besichtigen einen Teich, indem Krokodile leben sollen. Nebenan gibt es ein kleines Gehege mit jungen Krokodilen. Es kann wohl schon mal vorkommen, dass Krokodile aus dem Teich rauskommen, und die Leute ringsum dann reissaus nehmen, wie unser Führer uns erklärt. Am Ende müssen wir uns ins Gästebuch eintragen.

 

Anschließend wollen wir eine Pirogenfahrt im Mono-Delta machen. Leider wurde dies nicht vorher organisiert. Als wir den entsprechend zuständigen finden, erfahren wir, dass heute keine Boote zur Verfügung stehen – wir hätten nicht reserviert. Schade – die Fahrt durch die Mangroven wäre ein sehr interessantes Erlebnis geworden. Etwas enttäuscht fahren wir mit dem Bus in Richtung Lomé zurück. Unterwegs halten wir bei einem Markt und kaufen Pfeffer, Anis, Muskatnuss und Erdnüsse.