Togoreise - Abschlussbericht (Tag 13/14)

Mittwoch, der 29.11. und Donnerstag, der 30.11.

 

Eigentlich wollten wir bei Pater Jean von den Styler Missionaren übernachten. Allerdings wurden nun für heute, morgen und übermorgen wieder Demonstrationen angekündigt. Daher sind wir im Seemannsheim geblieben, da es ungewiss ist, wie die Straßenverhältnisse und die Sicherheit für Jovos in den zentralen Stadtvierteln von Lomé sein werden. Unsere Zimmerbuchung konnten wir verlängern – gegen einen kleinen Aufschlag bis heute Abend. Wir fangen an zu packen und essen gemütlich eine Kleinigkeit zu Mittag. Die Abfahrt zum Flughafen planen wir gegen 18:00 Uhr. Aimé und Salifou werden uns mit dem Bus zum Flughafen bringen.

 

Wir versuchen online einzuchecken. Teilweise klappt das ganz gut, das WLAN ist vormittags einigermaßen verfügbar. Ab Mittag ist mal wieder der Strom weg und zeitweise läuft der Generator. Aimé kommt leider viel zu spät – am Abflugtag ist das immer etwas kritisch, da liegen dann schon mal die Nerven blank – sonst verläuft erstmal fast alles soweit nach Plan. Unser Fahrer tankt bis auf den letzten Tropfen voll. Im Schaufenster des Tankstellenshops stehen Spargel im Glas und Corn Flakes. Wir sind zwar auf dem Weg zum Flughafen, aber wir sind doch noch immer in Togo. Die Kleidung für die Rückreise haben wir schon mal in unsere Rucksäcke gepackt. Zuhause ist es ja so um die 30 Grad kälter. Das wird eine lange Nacht werden. Nicht jeder kann bei einem Nachtflug schlafen. Der Abflug ist gegen 21:35 Uhr geplant. Auf dem Rückflug gibt es eine Zwischenlandung in Accra und gegen 7 Uhr morgen früh sollen wir wohl in Brüssel landen.

 

 

Bierwerbung beim Seemannsheim in Lomé
Bierwerbung beim Seemannsheim in Lomé
Hafen beim Seemannsheim in Lomé
Hafen beim Seemannsheim in Lomé

Leider kommt es nicht zum planmäßigen Abflug. Wir kommen erst gegen 22:50 Uhr weg. Erst geht es mal nach Accra, die Hauptstadt Ghana’s, wo noch Passagiere dazu steigen. Dann geht es weiter nach Brüssel. Nachts um 2 Uhr kriegen wir unser „Abendessen“. Wir kommen verspätet in Brüssel an. Uschi, Klaus und Silvia kriegen von den Stewardessen Express-Tickets, damit sie schneller durch den Flughafen kommen, um den Anschlussflug nach Stuttgart zu kriegen. Einer der Stewards, ein kleiner Belgier, will sie aber erst nach den Business-Class Passagieren aussteigen lassen – glücklicherweise kriegt die Chefin das mit und sie können gleich aus dem Flieger. Nach dem sie quer durch den Flughafen zum Gate A50 gejoggt sind, erhalten sie die Mitteilung, dass der Flug um mindestens 50 Minuten verspätet ist und dass das Gate geändert wurde. In Brüssel auf dem Flughafen funktioniert nicht wirklich viel gut. Keine der Damentoiletten war abschließbar – egal bei welchem Gate. Teilweise waren die Türklinken abgerissen. Bei den ganzen Handy-Ladesteckdosen im Wartebereich war kein Strom. Ein Mitreisender hat dort ebenfalls vergeblich versucht, sein Laptop zu laden. Klaus und Silvia grinsen ihn an und meinen, sie kommen gerade aus Afrika, dort hatten sie auch immer wieder keinen Strom – aber hier? Der Mitreisende meint, tut ihm leid und willkommen in Brüssel.

 

Der Flug von Michael hat ebenfalls Verspätung. Die Begründung für die Verspätung des Flugs nach Stuttgart wurde seitens der Flugleitung damit entschuldigt, dass es einerseits in Stuttgart stark schneite und alle Maschinen zum Enteisen mussten, worauf es zu einem Stau kam und andererseits der Kollege in Brüssel am Gate sich nicht richtig mit seinem Computerprogramm auskannte, weshalb es erst mal Schwierigkeiten gab, die genaue Zahl der Passagiere festzustellen.

 

Inzwischen sind alle Mitreisenden wieder gut zuhause angekommen.
Das war’s von der Togoreise 2017 von Michael, Uschi, Klaus und Silvia.