Anreise - Togoreise 2025

Trotz der spätsommerlichen Temperaturen – auch der Herbst in Deutschland geht so langsam in den Winter über. Eine gute Zeit, um nach Togo zu fliegen. Die Regenzeit dort geht Mitte November zu Ende. Eine angenehme Reisezeit. Wir – das deutsche Kernteam der Togo-Hilfe Rheinbach: Uschi, Silvia, Michael, Klaus und ich (Stefan) – machen uns auf zur jährlichen Inspektionsreise zu unseren Projekten und Patenkindern nach Togo. Ich war zuletzt bei der 3-Wochen-Ostertour 2023 dabei. Die Einstimmung auf die Tour jetzt bestand eigentlich nur aus dem Erledigen der notwendigen Angelegenheiten, wie Flugticket buchen, Visaantrag online beantragen (das funktioniert immer besser!), den Impfschutz überprüfen (Gelbfieber OK, Tetanus OK, Rest auch OK), Corona- und Grippeschutzimpfung, Koffer packen, stets überlegen, was man vergessen haben könnte, und den Transfer zum Flughafen Brüssel organisieren.

Um 04:45 Uhr heißt es aufstehen. Uschi hat bei uns übernachtet. Silvia und Klaus sind gestern schon mit Air France nach Lomé geflogen. Um 05:30 Uhr holt Michael uns ab. Mit seinem BMW geht es bequem Richtung Brüssel. Der gebuchte Parkplatz ist nach 2 Stunden erreicht. Der Shuttle bringt uns binnen 10 Minuten zum Flughafen. Alles ganz entspannt an einem nicht werktäglichen Samstag. Sehr angenehm. Auch am Flughafen geht alles fix. Kein Anstehen. Kein Stress. So kann die Tour beginnen. Das Boarding ist auch entspannt. Der Flug von Brüssel Air – gehört zur Star Alliance von Lufthansa – ist ausgebucht. Wir heben mit dem Airbus A330-300 um 11:55 Uhr mit etwas Verspätung ab. Es geht in über 10.000 m über das Mittelmeer, an Mallorca vorbei, etwas östlich über Algerien, Mali, Burkina Faso, Togo, Ghana, bis nach Abidjan in der Elfenbeinküste. Über Afrika nur Wüste. Erst ab Togo wird es grüner. Vor der Landung in Abidjan sehen wir große Wälder und viele Wasserläufe. Wir landen um 17:33 h Ortszeit, d. h. 18:33 h zu Hause, nach gut 6,5 Stunden sanft in der Hauptstadt der Elfenbeinküste.

Dann die Überraschung! Der Flug geht nicht weiter. Der Co-Pilot ist während des Fluges erkrankt, und der Pilot hat seine Flugzeitgrenze erreicht. Eigentlich sollte der Co-Pilot uns die gute Stunde nach Lomé fliegen. Also, alle raus aus dem Flieger und ab ins Flughafengebäude. Ein kleines Gewitter begleitet uns bei angenehmen 30 °C. Die Koffer bleiben im Rumpf des Flugzeuges. Nun beginnt das afrikanische Chaos, was sich aber immer irgendwie löst. Alle reden durcheinander. Immer wieder weitere „wichtige“ Personen, die dazu kommen. Uns wird der Pass abgenommen. Ein komisches Gefühl. Wir erhalten eine Transitkarte. Wir treffen Jeanette Müller aus München, so dass wir erfahren, was los ist. Ergebnis: 2,5 Stunden später sind wir in einem großartigen Hotel. Das Onomo-Hotel, in unmittelbarer Nähe vom Flughafen. Schönes Zimmer, wunderbares Ambiente, schick afrikanisch gestaltet. Gut, dass das Handgepäck immer so gepackt ist, dass man 2 Tage „überleben“ kann. Wir essen zu Abend. Leckeres afrikanisches Buffet. Eine kurze Nacht, denn um 02:00 h ist Auschecken angesagt.

 

Ungeplante Übernachtung in Abidjan - der Hauptstadt der Elfenbeinküste

Ungeplante Übernachtung in Abidjan - der Hauptstadt der Elfenbeinküste