Aktuelle Neuigkeiten
Seit Jahren engagieren sich Mitglieder vom Lionsclub Bonn-Rhenobacum und von der Togo-Hilfe Rheinbach auf dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt. Die Lions übernehmen die Weihnachtsmarkthütte zwei Tage und die Togo-Hilfe einen Tag. Gemeinsames Ziel ist es möglichst einen guten Reinerlös zur Unterstützung von Projekten in der Region bzw. in Togo zu erzielen. Die Mitglieder backen eifrig Weihnachtsplätzchen, kochen Marmeladen ein, stellen Holundersirup her und verkaufen Glühwein, Apfelpunsch und heißen Kakao. Die Schnitzereien, Halsketten und Stoffe aus Togo, aber auch der informative Togo-Jahreskalender runden das Angebot ab.
Stefan Raetz, Organisator und Chef an den Glühweinkesseln: „Der Rheinbacher Weihnachtsmarkt lebt vom Ehrenamt. Wir wollen zeigen, dass wir uns nicht zu schade sind für jeden Euro Erlös stundenlang in der Weihnachtsmarktbude zu stehen“. Mit den Einnahmen der Lions wird die Friedensarbeit an den Schulen in der Region unterstützt. Die Togo-Hilfe verwendet den Erlös für den Aufbau einer integrativen Schule in Adeta in Togo. Dort werden gehörlose und stumme Kinder beschult, die sonst keine Bildung erhalten würden. Michael Firmenich, Lionsmitglied und Vorsitzender der Togo-Hilfe: „Besonders liegt mir auch das Schulbänke-Projekt für die Schule in Madjikpeto in Togo am Herzen. Für je 47,33 € erhalten je drei Schüler eine Sitzbank mit Tisch, die sonst auf dem Klassenboden sitzen müssen.“ Der Lionsclub freut sich Ende des Jahres noch eine besondere Aktion anbieten zu können, wenn das Theater am Lohmarkt im St. Josef-Seniorenheim in Meckenheim auftreten wird. Alexander Kirfel, Präsident vom Lionsclub: „Es wärmt das Herz zu sehen, wie sich Senioren freuen mal wieder Theaterluft schnuppern zu können. Wenn sie nicht mehr ins Theater gehen können, dann holt der Lionsclub das Theater ins Seniorenheim.“
Kleine Korrektur – die Maschine kam aus Abidjan und hatte schon die Fluggäste nach Brüssel mit an Bord, so dass wir direkt von Lomé in die belgische Hauptstadt flogen. Wir trafen beim Boarding auf Nussi Kokou, die an der Hochschule in Rheinbach studiert hat, sich bei Zukunftschance engagierte und nun in Konz an der Mosel lebt. Sie arbeitet, wie ihr Mann, in Luxemburg. Das Boarding verläuft problemlos. Nur einige Afrikaner nehmen es nicht genau mit der Größe der Bordkoffer. Ein Fluggast hatte einen Koffer mit in die Kabine genommen, der noch nicht mal ins Kofferfach passte. Wir starten mit voller Maschine um 21:30 Uhr Ortszeit. Der 5000 km lange Flug soll 6,5 Stunden dauern. Tatsächlich schafft es der Pilot noch etwas schneller, so dass wir überpünktlich vor 5:00 Uhr Ortszeit in Brüssel landen. Der Flug war ruhig. Trotzdem ist an Schlaf so richtig nicht zu denken. Erst ein Film, dann das Essen und danach Licht aus. In Brüssel erwarten uns 7°C. Von der Landung, über Passkontrolle, Kofferband bis kurzes Warten auf den Shuttle zum geparkten Auto vergehen nur 45 Minuten. Auch dann alles reibungslos. Sonntag früh auf der Autobahn – eine gute Zeit! Um kurz nach 8:00 Uhr sitzen wir zu Hause bei Brigitta am vorbereiteten Frühstückstisch. Uschis Direktzug nach Karlsruhe geht um 09:15 Uhr ab Bonn. Wir verabschieden uns. Aber in 2 Wochen ist schon Wiedersehen beim Weihnachtsmarkt mit der Togo-Hilfe in Rheinbach. Michael fährt Uschi nach Bonn. Die Togo-Tour endet am 1. Advent.
Gestern Abend besuchten uns am Pool noch 2 größere Fledermäuse. Sie flogen mehrfach an die Pooloberfläche und tranken. Silvia und Klaus hatten noch ein weiteres Abenteuer gebucht. Der Shuttle vom Hotel zum Flughafen wurde zum besonderen Erlebnis. Die Straße zum Flughafen war, offensichtlich wegen einer Messe in Lomé, gesperrt. Keine Ahnung, wer da das Privileg der Nutzung der Zufahrtsstraße für sich hatte. Die Zeit verstrich zusehends. Und dann: das hoteleigene Fahrzeug, vom Manager vom Novela Star gefahren, hatte eine Panne, lief nicht mehr – und noch schlimmer – fing Feuer. Zügig raus! Das Feuer war schnell gelöscht. Aber was nun? Der Hotelmanager rief ein Taxi. Da die Elektronik defekt war und der Kofferraum sich nicht öffnen ließ, konnten die Koffer nur durch das Umklappen der Rücksitzbank aus dem Auto gehoben werden. Happy End: Über Schleichwege sind Silvia und Klaus doch noch pünktlich am Flughafen angekommen. Durchatmen! Inzwischen sind die zwei in Paris und warten auf den Anschluss nach Stuttgart.
Das Frühstück heute mal wieder ohne Butter. Leider alles verbraucht und der Supermarkt öffnet erst um 9:00 Uhr. Dafür ist der staatliche Hubschrauber, der offensichtlich täglich schaut, ob die schmale Küste noch da ist, wie immer pünktlich. Jeanette verabschiedet sich von uns. Sie hat einen Termin mit der Kulturbeauftragten der Deutschen Botschaft in Lomé. Wir bleiben mit Sicherheit in Kontakt und werden uns zu Aktivitäten austauschen.
Es war wieder eine ruhige und erholsame Nacht. Erstaunlich wie müde die Sonne des Tages einen am Abend macht. Kaum liegt der Kopf auf dem - mitgebrachten -Schmusekissen schon kommen die schönsten Träume. Nach der Dusche und vor dem Frühstück noch schnell die erste Bürostunde unter Palmen am Pool. Gestern Abend fiel noch eine Kokosnuss aus 10 Metern Höhe nur einen Meter hinter Michaels Stuhl – also Vorsicht bei der Sitzplatzwahl. Zum Glück hatte ich beim Blick nach oben den Tisch noch was verschoben. In Afrika ist die Todesursache „Kokosnuss“ nicht ungewöhnlich. Wir frühstücken mit Jeanette – eine weitere Herausforderung für das Personal. Plötzlich sechs statt fünf. Wir fliegen erst am Samstag, jedoch Silvia und Klaus um kurz nach Mitternacht und wir um kurz vor Mitternacht. Silvia bekommt den Rückflug mit Air France bestätigt und auch der Shuttle vom Hotel zum Flughafen soll am Freitag Abend klappen.
Heute früh nach der Dusche habe ich mich gemütlich ab 7:00 Uhr auf eine Bank am Pool gesetzt. Morgens ist es von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit noch gut auszuhalten in der aufgehenden Sonne. Leichte Brise vom Meer. Herrlich. Ein kleines Mädchen, noch keine 3 Jahre, gesellt sich neugierig zu mir. Ihre Mutter fegt derweil die Blätter auf den Wegen weg. Die niedliche Kleine fasst immer wieder meine weiße Haut an. Auch die Haare sind interessant. So ein Weißer ist schon komisch! Nach dem überraschend direkt kompletten Frühstück holt uns Salifou ab.
Nach dem Zimmerservice gestern gab es auch neue Mücken gratis dazu. Die sind so pfiffig, dass sie erst in der Nacht aus den Verstecken kommen. Ich werde mir mein Handtuch nun selbst tauschen gehen. Das Frühstück heute wieder mit Butter. Nur der Kaffee wurde vergessen – aber schnell nachgeliefert.
Nachdem wir gestern ein volles Patenkinderprogramm hatten, soll es heute ein Wochenbeginn ohne Patenkinder sein. Wir frühstücken wieder nach dem Modell „Roulette“ – mal sehen, was heute auf den Tisch kommt oder fehlt. Butter ist jedenfalls aus. Dafür diesmal Mango-Früchteteller. Wir wollen zunächst zur Schule von Dr. Gover fahren, ein privates Gymnasium, dass wir schon in den Anfängen der Togohilfe Rheinbach unterstützt haben. Auf dem Weg dorthin fallen die immer mehr werdenden Motorräder auf. 99 % sind aus China. Die Zahl nimmt jedes Jahr zu. Dafür verschwinden nach und nach die eigentlich nicht mehr fahrtüchtigen Altautos aus Europa. Auch hier haben sich neuere, asiatische Modelle durchgesetzt. Fand man früher noch einen ausrangierten Taxi-Mercedes, so ist das heute nicht mehr der Fall. Zudem haben die Tuk-Tuks, auch aus China und Indien, den Straßenraum für sich entdeckt. Schier unglaublich, was die Dreiräder alles transportieren. Der Liter Benzin oder Diesel kostet knapp über bzw. knapp unter 1 Euro. Das ist ein stolzer Preis für die Togoer. Daher boomt auch der illegale Benzinschmuggel, vor allem aus Nigeria. In ausgedienten Schnapsflaschen wird der Sprit an jeder Straßenecke angeboten. Der seitliche Straßenraum ist sonst von unzähligen kleinen Ständen belegt, die alles Mögliche versuchen zu verkaufen. Von Tempo-Taschentüchern über Brot, Motorradhelme, Ersatzreifen oder Obst, bis hin zur Garküche – alles wird feilgeboten. Freie Bereiche werden als wilde Baumschulen genutzt. Ein Eimer, eine Plastiktüte oder ein Gefäß mit Erde füllen, dann ein Setzling rein – fertig. In kurzer Zeit entfaltet sich eine Palme oder andere Pflanzen. Wo Wasser ist wächst hier alles. Gleich daneben werden dann Steine gegossen. Aus einer Betonmischung in Formen gegossen wird nach kurzer Zeit der Baustein für den Haus- oder Mauerbau. Mauern gibt es hier überall, denn niemand lässt irgendetwas ungeschützt zugänglich. Dicke Eisentore, mehrfach gesichert, kommen dann noch dazu. Wir machen uns auf der Fahrt durch die Stadt Gedanken zum Mittelstand. Den gibt es hier auch, aber der fängt schon bei einem Monatsgehalt von 100 Euro an. Der weitaus größere Teil der Bevölkerung verdient deutlich weniger. Wir kommen bei der Schule Dr. Gover an. Alles ist verrammelt. Die Schule gibt es nicht mehr. Das wussten wir, denn nach dem Tod des immer sehr kranken Dr. Gover ist seine Frau zu einer Tochter in die USA gezogen. Wir hätten uns gerne nochmal in den Räumlichkeiten umgeschaut, denn auch da hängen viele Erinnerungen dran. Die von der Togohilfe finanzierte Wassserzapfstelle, die dem ganzen Viertel diente, ist noch zu sehen. Es öffnet ein junger Mann die Tür. Er passt auf das Eckhaus auf, bis es verkauft ist. Wir können leider nicht hinein.
So eine Mücke kann einen ganz schön ärgern. Ich habe es am Morgen unter der Dusche gemerkt. Die Stichdichte nimmt zu. Kurz vor dem Aufstehen zog ein heftiger Regenschauer durch. Ich dachte erst die Klimaanlage ist am Anschlag. Aber nein, es prasselte unaufhaltsam auf das Dach. Wie in Kpalimé – eine halbe Stunde, draußen steht alles unter Wasser und kurze Zeit später kommt die Sonne wieder raus. Das Frühstück bestellen wir abends immer vor. Ganz einfach. Kaffee, Baguette, Croissant, Butter, Marmelade, Orangensaft und den Früchteteller. Und wie immer fehlt am Morgen etwas. Wir nehmen es locker. Morgen der nächste Versuch.
Die Nacht war angenehm. Gut geschlafen. Erst am Morgen 2 Mücken „getroffen“. Draußen ist bereits „Getöse“ zu hören. Es ist entweder eine Prozession oder es sind Sportler, die gemeinsam beim Joggen durch die Straßen ziehen. Hört sich beides identisch an. Wie im Rheinland: Hauptsache „de Zoch kütt“. Wir frühstücken bereits um 7:00 Uhr um das heutige Programm zu schaffen. Das Frühstück im Novela Star kann mit dem in Kpalimé nicht mithalten. Auch die Croissants reißen es nicht raus. Trotzdem geht es gut gestärkt zu den ersten drei Patenbesuchen am heutigen Samstag.
Reisetag! Das bedeutet Koffer packen – zumindest so, dass auch alles im Koffer verstaut ist. Schokolade kommt besser in die Tasche in den Bus, da die Temperatur im Koffer auf dem Dach bestimmt die 40 Grad erreicht. Es wird wieder warm heute. 34 Grad sind angesagt. In der Luftfeuchtigkeit fühlt es sich noch höher an. Seit gestern Abend ist der Strom ausgefallen. Das Hotel verfügt über ein Notstromaggregat, so dass wir nichts davon gemerkt haben. Nur das Rattern der Anlage hat es uns verraten. Wir brechen nach dem Frühstück – es gab sogar Mango auf dem Früchteteller – auf nach Atakpamé. Es sind gut 100 km. Die Straße ist, im Gegensatz zu den ersten Jahren in Togo, ein Genuss. Lediglich die heftigen Schweller in den Ortschaften bremsen die Geschwindigkeit. Salifou gibt wie immer alles, um zu beweisen, dass er der Schnellste ist. Wir fühlen uns trotzdem stets sicher von ihm gefahren. Es geht an Reisfelder vorbei. Togo produziert inzwischen viel Reis. Es ist auch alles schön grün. Die Bäche führen Wasser. Sogar Wasserfälle sind in den nahen Bergen zu erkennen. Dort ist auch das Rückzugsgebiet der Fledermäuse. Auf dem Bergplateau ist ein Aussichtslokal zu erkennen. Dort hat die Togohilfe auch schon mal Pause gemacht. Die Orte hier fangen alle mit „Kpele“ an. Das bedeutet „Stein“. Steine und Steinplatten werden an den Straßenrändern zum Kauf angeboten. Ebenso sehr viel Holzkohle in riesigen Säcken. Wir kaufen einer Händlerin, die ihr Kind auf dem Rücken trägt, Bananen ab. Sie hat ihr Tagesgeschäft gemacht. Das Kind bekommt ein Tütchen Haribo. Sicherlich zum ersten Mal. Die Bananen hier sind klein und haben einen intensiven Geschmack. Wir genießen es. Salifou lässt vorsichtshalber die Luft in den Reifen prüfen, denn die Straße hat doch wieder das ein oder andere Schlagloch. Der Ersatzreifen auf dem Dach – nicht mehr der Jüngste – kommt hoffentlich nicht zum Einsatz. Wir kommen an vielen Schulen vorbei. Es gibt aber auch jede Menge Schüler in Togo. Der Schulweg entlang der „Bundesstraße“ wäre bei uns undenkbar. Sie gehen auf der Fahrbahn und wenn man hupt, springen sie zur Seite – hoffentlich. Die Erde ist rot. Das ändert sich auch bis Atakpamé nicht. Um 11:30 Uhr sind wir da. Die Stadt liegt auf 7 Hügeln und war lange Königsstadt. Atakpamé liegt an der Kreuzung der Haupthandelsrouten Nord-Süd und Ost-West in Afrika und hatte daher früh eine besondere Bedeutung. Die Metallverarbeitung hat hier seit vielen Generationen eine Hochburg. Wir haben vor Jahren noch die Riesenblasebälge aus Tierhaut gesehen, die – von Hand betrieben - die Luft Richtung Glutofen bliesen.
Das Männerzimmer hat wieder mitteleuropäische Verdauungsnormalität erreicht. Heute ist UN-Weltkindertag. Da passt es gut, dass wir heute die Gehörlosenschule APEM in Adeta besuchen. APEM ist die Abkürzung für „Association pour la Promotion de L‘Enfant Malentendant“. Auf deutsch: Vereinigung zur Förderung des hörgeschädigten Kindes. Wir fahren nach dem schon bekannten Frühstück in unserem kleinen Bus zum neuen Verwaltungssitz der kleinen Organisation in Kpalimé. So werden wir direkt wachgerüttelt. Im alten Verwaltungssitz wurde eingebrochen. Das neue Gebäude ist stabil gebaut, nah am großen Markt und umfasst neben dem Empfang, noch einen Besprechungsraum, das Direktorenzimmer und den Raum für die Mitarbeiter. Wir haben für APEM schon einiges an Unterstützung geleistet. Von Lehrmaterialien, über Wasserversorgung bis Schulbau. Direktor Nestor begrüßt uns mit seiner Sekretärin und Buchhalterin Eldette. Nestor möchte die Vereinigung mit weiterem Personal ausstatten, was bei derzeit 33 betreuten Kindern doch etwas ambitioniert erscheint.Allerdings sind es am Schulstandort in Kpalimé mehr Kinder. Es sind durchweg Kinder, die ohne APEM nie eine Schule besuchen könnten. APEM beschult die Kinder mit ehrenamtlich tätigen Lehrkräften und holt die Kinder oftmals im Umfeld der Schule aus dem Busch ab. APEM wird von weiteren NGO’s unterstützt. Wir erklären Nestor, dass wir keine Verwaltungsmitarbeiter oder Lehrkräfte fördern, sondern nur die Voraussetzungen für die Beschulung der benachteiligten Kinder schaffen. Auch die gelegentlichen Aufwandsentschädigungen für die Lehrer muss APEM stemmen. Von einer englischen Organisation ist Nestor gerade zu einem der TOP100-Erzieher Afrikas ernannt worden. Die Auszeichnung wird nächstes Jahr in Accra, Ghana verliehen.
Die Umstellung für den Magen ist für uns Mitteleuropäer in Togo immer mit besonderen Darmaktivitäten verbunden. Zum Glück ist die Toilette schnell vom Bett aus zu erreichen. Wir genießen trotzdem unser Frühstück und werden dann von Aimé und Salifu abgeholt, um mit Hyacinthe, der die Idee hatte, eine Schokoladenmanufaktur in Kpalimé zu besichtigen. Es ist für uns immer interessant junge „Start-Ups“ als gute Beispiele kennen zu lernen. Bella, die Chefin von Denyigba Cacao, begrüßt uns in ihrer kleinen Produktion. Die Schokoladenfabrik ist genossenschaftlich organisiert. 24 Frauen auf den Farmen und 8 Frauen in der Produktion bilden den Kern. Bella, die eigentlich aus Lomé stammt und dort ihren Bachelor gemacht hat, hat die Firma 2016 in Kpalimé gegründet, weil sie trotz gutem Job, etwas Neues wagen wollte. Sie hat sich immer gewundert, dass in Togo nur das Kakaopulver bekannt ist, aber alle weiteren Kakaoprodukte unbekannt sind. Es wird von ihr nur Kakao aus der Region verwendet. Die Produktion der Manufaktur reicht von Schokolade (Vollmilch, Zartbitter und Ingwer), Kakaopulver, „Nutella“ ohne Milchpulver, gerösteten Kakaobohnen, Seife, Kakaobutter bis hin zu Creme. Bella will zeigen, dass Kakao aus Togo mehr kann. Sie hat in Ghana bei der Schokoladenherstellung und in der Elfenbeinküste bei der Herstellung von Kakaopulver hospitiert. Den Rest „erlernt“ Bella aus You-Tube-Videos.
Nachts sägten nur die (illegalen?) Holzfäller in den Bergen. Mehrere Stunden ertönten die Kettensägen. Unser sägen im Zimmer fiel aus. Nach der Dusche und Rasur mit warmem Wasser erwartete uns in der himmlischen Ruhe das Frühstück. Frisches Baguette, Mangomarmelade und ein Obstteller mit Ananas, Wassermelone und Banane. Dazu Kaffee. Wir genießen den Ausblick, das Vogelgezwitscher und die Ruhe.
Unser erstes Ziel am Vormittag ist die Dr. Gustav Nachtigal-Schule in Kpalimé. Sie wird seit Jahren unterstützt, u.a. von dem Hardtberg-Gymnasium in Bonn und dem Städtischen Gymnasium in Rheinbach. Schulleiter Felix begrüßt uns zusammen mit den 75 Schülern, die alle „angetreten“ sind. Es werden die Nationalhymnen gesungen und die Staatsfahnen gehisst. Felix überreicht der Togo-Hilfe und den beiden Schulen jeweils ein selbstgemachtes Bild. Die Schüler haben es gestaltet. Nach den üblichen Dankesworten dürfen die Schüler zurück in die Klassen. Zwei Weltwärts-Jugendliche, Jolante aus Berlin und Niklas aus Wolfsburg, sind für den Deutsch- und Englischunterricht an der Schule. Wir schauen uns die Klassen an. Die Schüler sind sehr höflich, nett und offensichtlich auf unseren Besuch vorbereitet. Zuletzt wurde mit Spenden die Reparatur von vier Dächern ermöglicht. Jetzt fehlen noch zwei Dächer, sowie der Ersatz von 2 Fenstern. Auch der gespendete Computer, das Modem und der Laptop werden uns stolz gezeigt. Es kommt Hyacinthe, der Koordinator von Zukunftschance, dazu. Wir verabschieden uns von der Schule.
Eine erholsame Nacht auf einer harten Matratze mit leiser Klimaanlage. Kaum lag der Kopf auf dem Kopfkissen, und schon summte die erste Mücke um meine Ohren. Egal. Nobite wird sie abhalten. Damit entschwand ich in den Schlaf. Der Kampf um das Bettlaken endete zwischen Michael und mir 1:1. Erster Teil der Nacht für mich, dann für Michael. Alles ganz friedlich. Die Dusche am Morgen war richtig erfrischend. Egal, wie rum der Wasserhahn gedreht wurde. Alles eine Temperatur. Vor dem Frühstück ein Blick zum Strand. Oh, wo ist er? Das Meer hat sich nach und nach alles genommen, und sogar die Strandterrasse vom Novelo Star ist ins Meer gestürzt. Das Hotel schützt das Ufer jetzt mit dicken Felsbrocken. Ein verzweifelter Versuch, der nur etwas Zeit bringt. Die Security ist auch hier präsent. Die Gäste sollen sich sicher fühlen. Nach dem Frühstück holt uns Salifou, unser treuer Fahrer seit Jahren, mit dem Kleinbus ab. Alle Koffer auf den Dachträger, und ab geht es Richtung Hafen und weiter entlang der Uferstraße zur Deutschen Botschaft. Salifou trägt die Brille, die Michael ihm gefertigt hat. Das beruhigt bei dem Verkehr! Es wuselt auf den Straßen. Autos, Motorräder, Busse, Radfahrer und Fußgänger – alle teilen sich den Verkehrsraum. Transportprobleme gibt es keine. Motorräder neben Ziegen im Kofferraum, die Leiter auf dem Moped haltend, Holz auf dem Autodach und 5 Personen auf dem Motorrad – alles selbstverständlich. Die Hupe wird zum wichtigsten Bestandteil. Wir kämpfen uns durch zur Botschaft. Sie liegt an der Uferstraße, kurz vor der Grenze nach Ghana. Michael gibt einen Christstollen ab. Wir werden den Botschafter nächste Woche besuchen. Es dauert lange, bis wir Lomé verlassen. Die Hauptstadt wird von Jahr zu Jahr größer. Auch hier: Landflucht. Unterwegs kaufen wir die beliebten Erdnüsse in der Flasche – lecker!
Volkstrauertag in Deutschland. Nach 3 Stunden Schlaf, unter die erfrischende Dusche, auschecken, warten auf den Transfer und dann die Formalitäten am Flughafen. Es wird sehr genau genommen. Jeder
Finger wird eingescannt. Wir bekommen unseren Pass wieder. Mit Stempel! Die kleinste Nagelfeile wird aus dem Gepäck gefischt. Um 04:00 Uhr sitzen wir am Gate und harren der Dinge. Wir sitzen um
05:40 Uhr in unserem Airbus, und 3 x ertönt „Boarding completed“. Aber jeweils trudeln noch „Spätaufsteher“ ein. Die Crew versprüht Gas – Vorschrift vor der Einreise nach Togo. So werden wir wohl
alle entlaust. Um 5:32 Uhr, nach 12 Stunden Elfenbeinküste, heben wir in Richtung Sonnenaufgang ab. Es sind 581 km bis Lomé. Erneut klettert der Flieger auf 10.000 m Höhe. Es ist diesig und
bewölkt. Nach einer Kurve über den Togo-See landen wir sanft nach 55 Minuten in Lomé. Keine 45 Minuten später sind wir mit der Einreisekontrolle, dem Empfang der Koffer und der Zollkontrolle
durch. Das elektronische Visum ist ein deutlicher Vorteil. Wir schließen Aimé, unseren so wichtigen Koordinator unserer Hilfsprojekte in Togo, in die Arme. Die Freude ist gegenseitig. Da der
Hotel-Shuttle nicht klappt, fährt Aimé uns. Ich nehme ein Taxi.
Es ist heute nicht so viel los auf den Straßen. Auch hier gibt es den Sonntag. Die Straße Richtung Benin ist gut ausgebaut. Keine tiefen Schlaglöcher mehr. Das führt dazu, dass es alle hundert
Meter heftige Bodenschwellen gibt. Dagegen sind unsere Kölner Kissen in Deutschland Spielzeug. So soll die Geschwindigkeit gebremst werden, da an jeder Stelle die 4-spurige Straße von Fußgängern
gequert wird. Um 07:40 h empfängt uns die Security am Hotel Novelo Star. Eine schöne Hotelanlage direkt am Meer, mit Pool und reichlich Palmen. Die Zimmer haben noch was „Luft nach oben“ – aber
alles OK. Silvia und Klaus, die schon am Freitag am späten Abend angereist sind, stoßen zum Frühstück dazu. Togo – wir sind komplett. Die 29. Tour beginnt.
Trotz der spätsommerlichen Temperaturen – auch der Herbst in Deutschland geht so langsam in den Winter über. Eine gute Zeit, um nach Togo zu fliegen. Die Regenzeit dort geht Mitte November zu
Ende. Eine angenehme Reisezeit. Wir – das deutsche Kernteam der Togo-Hilfe Rheinbach: Uschi, Silvia, Michael, Klaus und ich (Stefan) – machen uns auf zur jährlichen Inspektionsreise zu unseren
Projekten und Patenkindern nach Togo. Ich war zuletzt bei der 3-Wochen-Ostertour 2023 dabei. Die Einstimmung auf die Tour jetzt bestand eigentlich nur aus dem Erledigen der notwendigen
Angelegenheiten, wie Flugticket buchen, Visaantrag online beantragen (das funktioniert immer besser!), den Impfschutz überprüfen (Gelbfieber OK, Tetanus OK, Rest auch OK), Corona- und
Grippeschutzimpfung, Koffer packen, stets überlegen, was man vergessen haben könnte, und den Transfer zum Flughafen Brüssel organisieren.
Um 04:45 Uhr heißt es aufstehen. Uschi hat bei uns übernachtet. Silvia und Klaus sind gestern schon mit Air France nach Lomé geflogen. Um 05:30 Uhr holt Michael uns ab. Mit seinem BMW geht es
bequem Richtung Brüssel. Der gebuchte Parkplatz ist nach 2 Stunden erreicht. Der Shuttle bringt uns binnen 10 Minuten zum Flughafen. Alles ganz entspannt an einem nicht werktäglichen Samstag.
Sehr angenehm. Auch am Flughafen geht alles fix. Kein Anstehen. Kein Stress. So kann die Tour beginnen. Das Boarding ist auch entspannt. Der Flug von Brüssel Air – gehört zur Star Alliance von
Lufthansa – ist ausgebucht. Wir heben mit dem Airbus A330-300 um 11:55 Uhr mit etwas Verspätung ab. Es geht in über 10.000 m über das Mittelmeer, an Mallorca vorbei, etwas östlich über Algerien,
Mali, Burkina Faso, Togo, Ghana, bis nach Abidjan in der Elfenbeinküste. Über Afrika nur Wüste. Erst ab Togo wird es grüner. Vor der Landung in Abidjan sehen wir große Wälder und viele
Wasserläufe. Wir landen um 17:33 h Ortszeit, d. h. 18:33 h zu Hause, nach gut 6,5 Stunden sanft in der Hauptstadt der Elfenbeinküste.
Dann die Überraschung! Der Flug geht nicht weiter. Der Co-Pilot ist während des Fluges erkrankt, und der Pilot hat seine Flugzeitgrenze erreicht. Eigentlich sollte der Co-Pilot uns die gute Stunde nach Lomé fliegen. Also, alle raus aus dem Flieger und ab ins Flughafengebäude. Ein kleines Gewitter begleitet uns bei angenehmen 30 °C. Die Koffer bleiben im Rumpf des Flugzeuges. Nun beginnt das afrikanische Chaos, was sich aber immer irgendwie löst. Alle reden durcheinander. Immer wieder weitere „wichtige“ Personen, die dazu kommen. Uns wird der Pass abgenommen. Ein komisches Gefühl. Wir erhalten eine Transitkarte. Wir treffen Jeanette Müller aus München, so dass wir erfahren, was los ist. Ergebnis: 2,5 Stunden später sind wir in einem großartigen Hotel. Das Onomo-Hotel, in unmittelbarer Nähe vom Flughafen. Schönes Zimmer, wunderbares Ambiente, schick afrikanisch gestaltet. Gut, dass das Handgepäck immer so gepackt ist, dass man 2 Tage „überleben“ kann. Wir essen zu Abend. Leckeres afrikanisches Buffet. Eine kurze Nacht, denn um 02:00 h ist Auschecken angesagt.
Am Wochenende ist unsere jährliche Togo-Reise gestartet. Wie in jedem Jahr besucht das Team der Togo-Hilfe die verschiedenen Projekte direkt vor Ort, um deren Entwicklung zu begleiten,
Fortschritte zu prüfen und gemeinsam mit unseren lokalen Partnern weitere Schritte zu planen.
Während der kommenden Tage erhalten wir wieder tägliche Eindrücke, Erfahrungen und Berichte direkt aus Togo – authentisch, ungefiltert und nah dran am echten Alltag.
Diese Reise-Updates stellen wir wie gewohnt hier auf der Website bereit, damit alle Unterstützer, Interessierte und Freunde der Togo-Hilfe live miterleben
können, was vor Ort passiert. Wir freuen uns darauf, die diesjährigen Einblicke mit euch zu teilen und zeigen zu können, was eure Unterstützung bewirkt.
Die Togo-Kalender der Togo-Hilfe Rheinbach sind fertiggestellt. In 2026 widmet sich der informative Bildkalender dem Thema „Togo zwischen gestern, heute und morgen – Gesellschaft im Wandel“. Neben eindrucksvollen monatlichen Fotografien bietet der Kalender auf der Rückseite der Monatsblätter interessante Texte zu Togo in Deutsch und Französisch.
Die Auflage ist auf 160 Stück limitiert. Jeder verkaufte Kalender ermöglicht die Anschaffung einer Schuluniform für ein Kind in Togo, denn nur mit einer solchen Schulkleidung ist die Teilnahme am Unterricht und damit an Bildung gewährleistet.
Erhältlich sind die Kalender in Rheinbach für 18.- €
Außerdem am Stand der Togo-Hilfe auf dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt am 14.12.-2025.
Jährlich von Juli bis September darf die Togo-Hilfe Rheinbach bei dem sommerlichen Musikevent „Kultur am Hof“ Laugenstangen verkaufen, um damit Geld für die Unterstützung von Kindern in Togo zu sammeln. Jeder Euro kommt 1:1 in Togo an. Seit 20 Jahren gehört die ehrenamtlich organisierte Musikveranstaltung zum Rheinbacher Sommer. Bands unterschiedlicher Stilrichtung – von Pop über Rock bis Blues oder Latin – heizen jeden Freitag mitten in Rheinbach das Publikum ein. Der Eintritt ist frei. Die bis zu 1000 Gäste geben freiwillig eine Spende für die Bands in den Hut. Moderiert und mit durchgeführt wird die Veranstaltung von Stefan Raetz, der auch Gründungsmitglied der Togo-Hilfe ist. Vorsitzender Michael F. Firmenich verkauft eifrig mit den Unterstützern der Togo-Hilfe die von der Bäckerei Lennartz zum Vorzugspreis bereitgestellten Laugenstangen. Hier und da wird auch schon mal zugunsten der Kinder in Togo aufgerundet. Noch bis zum 5. September kann auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr bei freiem Eintritt Livemusik erlebt werden.
von Stefan Raetz
Fotos: Ralf König
„Yes! Endlich habe ich es geschafft! Es war ein langer Weg, aber ich habe es durchgestanden! Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass meine Mama dabei gewesen wäre, um diese unvergesslichen Momente mit mir zu erleben. Gott hat es anders entschieden. Aber er hat mir auch eine zweite Mutter gegeben. Hildegard, die mir geholfen hat, meinen Traum zu verwirklichen.“
Als Julie im Februar dieses Jahres ihre Lehrabschlussurkunde erhielt, drückte sie ihre Emotionen mit diesen Worten aus. Mit Mama meinte sie ihre leibliche Mutter Fabienne, und mit zweiter Mutter ihre langjährige Patin und Unterstützerin Hildegard.
Alles begann im Jahr 2006, als eine Delegation der Togo-Hilfe einen Kindergarten in Agome-Kusuntu besuchte. Dieser wurde durch eine Elterninitiative gegründet. Hier arbeitete Fabienne als Kindergärtnerin, mit einem Monatsgehalt von ca. 15,00 €, für 9 von 12 Monaten. Ihre Tochter Julie war damals 7 Jahre alt. Was besonders tragisch ist, Julie leidet an einer unheilbaren Krankheit, der „Sichelzellenanämie“. Es wurde damals gesagt, dass sie vermutlich nicht älter als 12 / 13 Jahre alt werden würde. Diese Krankheit verursacht immer wieder starke Fieberanfälle und Atemnot und erfordert Krankenhausaufenthalte. Diese müssen allerdings auch bezahlt werden! Spontan hat der 1. Vorsitzende der Togo-Hilfe zusammen mit der Beauftragten der Patenschaften beschlossen, Julie in das Patenschaftsprogramm der Togo-Hilfe mit aufzunehmen. Es wurde auch sehr schnell ein Pate gefunden. Mit einer zusätzlichen monatlichen Unterstützung von 30,00 € für das Mädchen war dies eine große Entlastung für die alleinerziehende Mutter. Leider beendete der Pate die Patenschaft nach nur 16 Monaten. Zum Glück wurde sofort eine neue Patin gefunden, die Julie seit Anfang 2008 unterstützt, anfänglich mit 30,00 € monatlich, und dann mit 50,00 €.
10 Jahre nach Antritt dieser Patenschaft erlebte Julie einen großen Schicksalsschlag: Ihre Mutter verstarb überraschend nach kurzer Krankheit. Es war erst wenige Jahre her, dass Fabienne durch
Vermittlung der Togo-Hilfe einen Job im Ausbildungszentrum AGERTO bekommen hatte. Der Tod ihrer Mutter war schrecklich für Julie, denn sie hatte eine enge Bindung zu ihr. Sie fühlte sich
allein gelassen und beschloss, zu ihrem Vater zu ziehen. Der Vater lebt in Atakpamé, einer Stadt ca. 100 km nördlich von ihrem bisherigen Wohnort. Er arbeitet als Sekretär in einer
katholischen Schule. Julie lebte bis dahin bei ihrer Mutter, Großmutter und Tante. Julie ging dann in Atakpamé zur Schule und machte dort ihr Abitur, allerdings erst im 2. Anlauf, da sie
wegen ihrer Krankheitsschübe immer wieder ins Krankenhaus musste. Nach dem Abitur wollte sie gerne in Lomé Kommunikation oder Geografie studieren. Alternativ wäre auch eine Ausbildung im
Gesundheitsbereich in Frage gekommen. Wegen ihrer gesundheitlichen Probleme wollte ihr Vater aber nicht, dass sie allein in Lomé lebt.
Schließlich entschied sie sich für eine einjährige Berufsausbildung zur Dekorateurin. Um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, beschloss sie, die Dekoration mit einer Ausbildung zur
Kosmetikerin zu kombinieren. Diese Lehre dauerte ebenfalls 1 Jahr und endete im Dezember 2024. Im Februar erhielt sie die Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. Der
Koordinator von Togo-Hilfe, Aimé Dogo, reiste extra an, um der Übergabezeremonie beizuwohnen. Es waren unvergessliche Momente für Julie und die ganze Familie.
Aufgrund ihrer wiederholten Anfälle und Krankenhausaufenthalte glaubten nur wenige, dass Julie die beiden Ausbildungen abschließen würde. Auch sie selbst war unsicher, aber trotzdem immer voller
Hoffnung, und das zahlte sich aus! Knapp 2 Monate nach Erhalt der Urkunde eröffnete sie ein Kosmetikstudio (SUBLIM ´S CREA) mit der finanziellen Unterstützung ihres Vaters und ihrer langjährigen
Patin, die ihr zu diesem Zweck eine besondere Spende zukommen ließ. Ist das nicht eine großartige Erfolgsgeschichte!
Das Patenschaftsprogramm der Togo-Hilfe verzeichnet viele dieser Arten von positiven Geschichten: Durch gezielte Förderung der Bildung von Kindern und Jugendlichen erhalten diese eine nachhaltige
Chance, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Eine Geschichte wie die von Julie motiviert uns täglich aufs Neue, uns ehrenamtlich in Togo, einem der ärmsten Länder der Welt, zu engagieren.
Am 6. Juli fand die jährliche Mitgliederversammlung der Togo-Hilfe Rheinbach statt. Die Mitglieder aus Süddeutschland reisten bereits am Vortag an. Der Vorsitzende Michael F. Firmenich dankte den aktiven Mitstreitern im Verein und berichtete über die Aktivitäten im Jahr 2024. Der Jahreskalender von Silvia und Klaus ist immer ein Leckerbissen – von den Fotos und den ausführlichen Erklärungen her. Besonders viel Kraft und Zeit beansprucht die Fertigstellung der Wohn- und Schlafräume für die Mädchen im Ausbildungszentrum in Devikinme bei Lomé. Es geht voran, aber auch in Togo sind die Bau- und Lohnkosten gestiegen, so dass die Togo-Hilfe immer nach Verfügbarkeit der finanziellen Mittel Raum für Raum ausbauen und ausstatten lässt. Das Ziel, Mädchen sicher die Ausbildung zu ermöglichen, steht weiterhin im Vordergrund. Über die Patenschaften berichtete Ursula Guss, Patenschaftsbeauftragte des Vereins. Jedes Kind, jeder Schüler, jeder Student wird regelmäßig besucht und auch bei der Inspektionsreise im November heimgesucht. Die Kassenprüfer legten den Bericht über die Prüfung vor. Keine Beanstandungen. Bei der turnusgemäßen Wahl des Vorstandes wurde der bisherige Vorstand um den ersten Vorsitzenden Michael F. Firmenich im Amt bestätigt. Der Ausblick auf 2025 und das Programm für die Mitte November anstehende Tour nach Togo beendete die harmonische Jahreshauptversammlung. Beim anschließenden Essen stand natürlich „Togo“ im Mittelpunkt.
von Stefan Raetz
Mit der Togo-Hilfe e.V. aus Rheinbach arbeiten wir intensiv an der Errichtung eines Internats für weibliche Auszubildende im Berufs-Ausbildungszentrum in Devikimne, Togo. Dieses wichtige Projekt soll jungen Frauen den Zugang zu Bildung und beruflicher Qualifikation ermöglichen – ein entscheidender Schritt zu mehr Chancengleichheit und Selbstständigkeit.
Leider stehen wir vor unerwarteten finanziellen Herausforderungen, die unsere ursprünglichen Planungen von 2019 übersteigen. Drei Hauptgründe führen zu diesem erhöhten Bedarf:
Ihre Unterstützung ist entscheidend, um dieses Internat fertigzustellen und jungen Frauen in Togo eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
15.-29.11.2024
Vorwort:
Dies wird ein etwas anderer Reisebericht sein. Ein Bericht geschrieben von einer Person, die bisher nie in Togo war und alles mit großen Augen aufsaugt; eine Person, die zwar glaubte zu wissen, was die Togo Hilfe macht, aber niemals vor Ort war. Es erwartet den Leser keine schrittweise Darlegung der Tagesabläufe, sondern vielmehr eine Zusammenfassung der Eindrücke, die ich sammeln konnte:
Über das Schul- und Ausbildungssystem und dessen Schwierigkeiten; über familiäre Aspekte; die Situation der Frauen; über Hemmnisse der erfolgreichen Ausbildung und viel über Motivation und Zukunftschancen…. Und schließlich über die Rolle der Togo Hilfe in dem Ganzen. Was tut sie, wo liegen Hemmnisse? Über die Schwierigkeit, in einem der ärmsten Länder zu helfen und über kleine und große Erfolge.
Hier geht es weiter zum gesamten Reisebericht von Eva:
Togo gehört mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Durchschnittsalter liegt 2024 bei 19 Jahren und ungefähr 40% der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt. Arbeitsplätze und Unternehmen gibt es wenig, in ländlichen Gegenden gar nicht. Um selbst ein Geschäft aufzubauen oder einen der wenigen Arbeitsplätze zu bekommen, muss man eine gute Ausbildung haben.
Liebe Mitglieder und Freunde von Togo-Hilfe e.V.,
es ist wieder einmal so weit. Der Rheinbacher Weihnachtsmarkt findet vom 13.-15. Dezember 2024 auf dem Prümer Wall statt. Wir von Togo-Hilfe e.V. haben unsere Hütte jedoch nur am Sonntag,
den 15.12.24 und befinden uns an der Ecke Weiherstraße/Prümer Wall, also wie früher.
Togo-Hilfe e.V. freut sich natürlich auch auf Geldspenden, denn die gerade vor einer Woche beendete Togo-Tour 2024 hat gezeigt, wie wichtig und erfolgreich unsere Hilfe dort ist. Die IBAN lautet: DE79 3706 9520 0022 2220 23
Wir wünschen Euch noch einen schönen 2. Advent und freuen uns auf Eure Unterstützung und ein Wiedersehen.
Euer Michael & Team
In diesem Jahr findet am Städtischen Gymnasium Rheinbach am 12. Dezember 2024 von 16 Uhr bis 19 Uhr erneut ein individuell von den Schülerinnen und Schülern aller Klassen gestalteter Weihnachtsmarkt statt. In den letzten Monaten wurden von den Kindern und Jugendlichen Ideen gesammelt, organisiert und daraufhin wird nun gebastelt, gewerkelt, gebacken und dekoriert, sodass sich die gesamte Schulgemeinschaft auf einen gemütlichen Nachmittag mit vielen adventlich geschmückten Buden auf dem Schulhof und im Schulgebäude des SGR (Königsberger Sr. 29) und eine große Resonanz durch eine spendable Kundschaft freut. Der Reinerlös geht zur einen Hälfte an die Klassenkassen und zur anderen Hälfte an das Sozialprojekt des SGR, das Togo-Team, welches Spenden für die Vereine Togo-Kinder Zukunftschance e.V. und Togo Hilfe e.V. sammelt.
Mit Kalendern soziale Projekte unterstützen
Als Geschenkidee zum Fest gibt es wieder zwei Bildkalender von Rheinbacher Einrichtungen, deren Verkaufserlös karitativen Zwecken zugutekommt.
Rheinbach-Fotos von Martin Warkentin zeigen die Monatsblätter des Bildkalenders der Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“. Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender fließt zu 100 Prozent in die
Förderung sozialer Projekte, die Rheinbacher Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.
So wurden in den vergangenen Jahren Spielgeräte für Kitas, Grundschulen und Schulen gefördert, ebenso die Anschaffung einer Rikscha für eine Einrichtung für Seniorinnen und Senioren. Die
Bürgerstiftung engagiert sich auch in Bildungs- und Kulturprojekten, Brauchtum, Sportförderung, Jugendfreizeiten und der Unterstützung von Kindern und Familien.
Zu kaufen ist der Kalender der Bürgerstiftung für 15 Euro bei der Buchhandlung Kayser, Hauptstr. 28, und Bürobedarf Engler, Ramershovener Str. 1.
Die Schulbildung und Ausbildung von Mädchen und Frauen im westafrikanischen Togo nimmt der Bildkalender 2025 der Togo-Hilfe in den Fokus. Der 2002 gegründete Rheinbacher Hilfsverein fördert
gezielt Schulen und Ausbildungszentren, insbesondere Einrichtungen für Mädchen und Frauen, da diese aufgrund gesellschaftlicher Normen vielfach noch von Bildung ausgeschlossen werden. Gut
ausgebildete Mädchen und Frauen aber sind wichtige Faktoren für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklung eines Landes, wie der Vereinsvorsitzende Michael F. Firmenich und
Mitbegründer Stefan Raetz erläutern.
Der Kalender kostet 18 Euro und ist unter anderem erhältlich bei Optik Firmenich, Weiherstr. 2, und Bürobedarf Engler, Ramershovener Str. 1. Mit dem Verkauf von einem Kalender wird die
Schulkleidung für ein Kind in Togo finanziert. sax
Der hochwertige Bildkalender 2025 der Togo-Hilfe e.V. dreht sich in diesem Jahr um die Schulbildung und Ausbildung von Mädchen und Frauen in Togo. Michael F. Firmenich, Vorsitzender der Togo-Hilfe: "Frauen sind in Togo häufig von Bildung ausgeschlossen. Oft sind es gesellschaftliche Normen, die dazu führen, dass Mädchen die Schule vorzeitig abbrechen oder gar nicht erst eingeschult werden." Deshalb fördert die Rheinbacher Togo-Hilfe gezielt Schulen und Ausbildungszentren – insbesondere Einrichtungen für Mädchen, wie die integrative Schule von Adéta, in der Kinder mit und ohne Behinderung durch Gehörlosigkeit unterrichtet werden.
Im Berufsausbildungszentrum Devikinme baut Togo-Hilfe e.V. aktuell eine Unterkunft für weibliche Auszubildende. Stefan Raetz, Gründungsmitglied der Togo-Hilfe: "Gut ausgebildete Mädchen und Frauen sind wichtige Faktoren für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklung eines Landes."
Der Kalender ist bei verschiedenen Verkaufsstellen in Rheinbach für 18,- Euro erhältlich
Mit dem Verkauf von einem Kalender wird die Schulkleidung für ein Kind in Togo finanziert.
Karneval ist im Rheinland eine ernste Angelegenheit. Wer seinen ihm verliehenen Orden nicht trägt oder ein Gebot des Prinzenpaares missachtet, riskiert bestraft zu werden. So haben es auch das Rheinbacher Prinzenpaar Prinz Sven I. und Prinzessin Tanja I. in ihren närrischen Geboten für das Narrenvolk verfügt.
Jeder Verstoß gegen karnevalistische Pflichten brachte der Togo-Hilfe Rheinbach einen Betrag von 11,11 €. Außerdem haben Sven I. und Tanja I. den Reinerlös des Getränkeverkaufs beim
Prinzenempfang an die Togo-Hilfe gespendet. Der Vorsitzende der Togo-Hilfe, Michael F. Firmenich, selbst begeisterter Karnevalist, bedankte sich für das Engagement von Sven Perez Gonzalez und
Tanja Jungbluth für die Togo-Hilfe. Aufgerundet kamen so 333,33 € zusammen, die für den weiteren Aufbau des Mädcheninternates bei Lomé in Togo verwendet werden.
Die gute Zusammenarbeit vom symphonischen Blasorchester Fidelia Wormersdorf und der Togo-Hilfe Rheinbach zeigte sich erneut beim Konzert am letzten Aprilwochenende. Wir durften in bewährter Form die Pausenbewirtung vornehmen. Unser Vorsitzender Michael F. Firmenich hatte alles bestens organisiert. Frische Laugenstangen, gekühlte Getränke, sowie Sekt und Wein waren von ihm geordert und abgeholt worden. Das eingespielte Helferteam um unseren Vorsitzenden Michael F. Firmenich hatte im Foyer des Rheinbacher Stadttheaters schnell eine einladende Theke aufgebaut.
Die ankommenden Gäste nutzen schon beim Eintreffen die Zeit für eine Laugenbrezel und ein Getränk. Zu unseren Projekten in Togo kamen wir auch mit den Konzertbesuchern ins Gespräch. Unser Einsatz für die Menschen in Togo wird gesehen und auch immer wieder honoriert. Diesmal hieß es "Essen und Trinken für den guten Zweck". Vielfach wurde anerkennend "aufgerundet", so dass auch bei diesem Konzert für die Hilfe in Togo einige hundert Euro zusammenkamen. Wir werden gesehen und sind uns nicht zu schade für jeden Cent Einnahme einige Stunden zu opfern. Es ist für den guten Zweck.
Das Konzert begeisterte auch. Neben Stücken der symphonischen Blasmusik spielte Fidelia auch Rockklassiker. Etwa 250 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen. Am 1. Dezember findet das nächste Konzert von Fidelia im Stadttheater statt. Wir sind wieder dabei.
Rock? Schlager? Pop? Soul? All das gibt es ab dem 31.05. in Rheinbach.
Die Konzertreihe „Kultur am Hof“, organisiert durch Maria Jansen und ihr Team, bietet ein abwechslungsreiches und stimmungsgeladenes Programm mit verschiedenen Live-Bands für Jung und Alt.
Von Rock bis Schlager, Musikfans aller Art kommen hier auf ihre Kosten und das, ohne Eintritt zu zahlen.
Ganz nach dem Motto: „Back to the root, wir spielen für den Hut“
treten alle Bands und Künstler ohne Gage auf. Stattdessen geht der Hut herum. Das sorgt sowohl bei den Künstlern als auch auf Publikums-Seite für einen besonderen Charme.
Erstmalig in der Konzertreihe wird es am Abend des Auftaktkonzerts, eine Vorband geben. Die Swisttaler Band „Meilenstiefel“ wird am 31.05 um 18 Uhr die Konzertreihe eröffnen. Anschließend wird um
19 Uhr, ZET-B die Bühne rocken.
Am 26.07. ab 15 Uhr gibt es eine Premiere, die besonders die junge Generation unter uns begeistern soll. Parallel zum Kinderschminken und einem Kuchenverkauf wird die Band „Jack is Back“ ein
Kinder-Rockkonzert spielen.
Auch in diesem Jahr werden Evation, der EifelAhrTruck und der Togo-Hilfe e.V. mit gutem Essen, und kühlen Getränken, für das leibliche Wohl der des Publikums sorgen, bis am 01.09. die Band
Time-Out, die Konzertreihe abschließt.
„Kultur am Hof“ bietet nicht nur ein schönes Erlebnis, sondern tut gleichzeitig etwas Gutes. Der Togo-Hilfe e.V. nutzt die Einnahmen des Backwaren-Verkaufs, um in Afrika etwas zu bewegen.
Aktuell wird ein Internat für weibliche Auszubildende, mit Hilfe des Togo-Hilfe e.V.`s umgesetzt.
Die Schulleitung bat uns um einen dringend benötigten Multifunktionskopierer. Nach ausführlicher Recherche div. Fachleute, wurde eine gute Lösung gefunden. Unser Koordinator in Togo, Aimé Dogo, überreichte am Montag unsere Spende an die Schulleitung.
In Rheinbach ist, wie im ganzen Rheinland, das neue Jahr mit zahlreichen Karnevalsveranstaltungen gestartet. Etwas Besonderes hat sich das Rheinbacher Kernstadtprinzenpaar Prinz Sven I. und Prinzessin Tanja I. ausgedacht. In den närrischen Geboten für das Narrenvolk ist festgehalten, dass jeder Verstoß gegen karnevalistische Pflichten mit einem „Bußgeld“ für die Togo-Hilfe und die Hospiz-Gruppe geahndet wird. So muss u.a. jeder, der den Prinzenorden des Prinzenpaares verliehen bekommen hat, diesen auch stets bei Anwesenheit des Kernstadtprinzenpaares tragen. Außerdem haben Sven I. und Tanja I. den Reinerlös des Getränkeverkaufs beim Prinzenempfang an die Togo-Hilfe und die Hospiz-Gruppe gespendet. Der Vorsitzende der Togo-Hilfe, Michael F. Firmenich, selbst begeisterter Karnevalist, bedankte sich für das Engagement von Sven Perez Gonzalez und Tanja Jungbluth für die Togo-Hilfe.
Zum Weihnachtsfest und Jahresausklang wünsche wir Ihnen viel Freude und schöne Momente. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und Ihre Treue im Jahr 2023 und wünschen Ihnen und Ihrer Familie für das kommende Jahr alles Gute!
Die Togo-Hilfe Rheinbach zeigt sich traditionell jährlich am 3. Advent auf dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt. Mit dem Lions-Club Bonn-Rhenobacum teilen wir uns die Weihnachtsmarktbude. Freitag und Samstag Lions. Sonntag Togo-Hilfe.
So sind die Kosten im Griff zu halten, denn wir wollen ja für die Projekte in Togo Einnahmen erzielen. Früh am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr wird mit der Gestaltung und Ausstattung der Holzbude begonnen, um pünktlich um 11.00 Uhr zum Start des Weihnachtsmarktes verkaufsbereit zu sein. Wir wurden mit bestem Wetter belohnt.
Ein herzlicher Dank an alle frühmorgendlichen Helfer. Silvia und Klaus sind extra aus Biberach angereist. Silvia hat im November in Togo Kunsthandwerk eingekauft, das nun nett platziert angeboten wird. Taschen, Stoffe, Ketten, Holzschnitzereien, Karten, Kalender, Trommeln und mehr finden Abnehmer. Beliebt ist auch stets unser leckerer Winzerglühwein, sowie der Apfelpunsch. Bis zum späten Abend wird so mancher Karton verzapft. Wichtig sind auch immer die Gespräche mit Togo-Interessierten am Stand. Klaus hat eine kleine Videopräsentation der Bilder der Inspektionsreise vom November installiert.
Zwei Mädels vom Togo-Team des Städtischen Gymnasiums helfen in der Weihnachtsbude, besonders beim Verkauf von heißem Kakao mit Sahne. Insgesamt war es, durch den pausenlosen Einsatz unseres Vorsitzenden Michael F. Firmenich und seiner Frau und Schatzmeisterin Karin, wieder ein erfolgreicher dritter Advent für die Togo-Hilfe.
Zeitgleich fand ein verkaufsoffener Sonntag statt, der uns viele Besucher am zentralen Stand in der Innenstadt vor „Optik Firmenich“ bescherte. Die Logistik mit dem Spülen der Glühweintassen klappte prima. Herzlichen Dank an Beatrice Firmenich für die Möglichkeit im Innenhof des Brillengeschäftes spülen zu dürfen. Schon jetzt vormerken: 15. Dezember 2024 – nächster Weihnachtsmarktstand der Togo-Hilfe Rheinbach
Die Delegation der Togo-Hilfe e.V. Rheinbach ist erfolgreich von der alljährlichen Projektreise aus Togo zurückgekehrt. Bei einem Rückblick über die besichtigten Projekterfolge nehmen Schule und Berufsausbildung den größten Umfang der Projekte ein. Dies gilt für die investierten Summen genauso wie für die auf die Projekte verwendeten Zeit.
Togo-Hilfe hat auch in diesem Jahr wieder alle Patenkinder des Sozialpatenschaftsprogramms besucht, Zeugnisse und Schulhefte begutachtet und mit den Kindern und Jugendlichen über ihre
Zukunftspläne gesprochen. Diese sehen teilweise schon sehr konkret aus. Ob es sich nun um eine Berufsausbildung als Glaser oder ein Studium der Medizin oder gar der Wasserwirtschaft handelt –
bereits in der Vorabiturklasse wissen die meisten Jugendlichen, was sie mal werden wollen und arbeiten sehr zielstrebig auf dieses Ziel hin. Dabei ist das in Togo genauso wie bei uns gar nicht
immer so einfach. Vieles hängt davon ab, welchen Zug man bereits in der Schule gewählt hat. Je nach Schwerpunkt und Notenspiegel kann man nur bestimmte Fächer studieren. Es gibt auch Fächer, bei
denen man als Voraussetzung einen bestimmten Notendurchschnitt mitbringen muss.
Ein Schüler des Hardtberg Gymnasium in Bonn hat die Gruppe der Togo-Hilfe in diesem Jahr begleitet und einen Schultag an der Partnerschule, der Gustav Nachtigal Schule in Kpalimé verbracht. Das
Hartberg Gymnasium hat durch Spendengelder und gezielte Projekte in Zusammenarbeit mit Togo-Hilfe hier schon viel Gutes bewirkt. Ungeheuer wichtig z.B. für die Schulbildung von Mädchen sind die
sanitären Anlagen und der Anschluß ans öffentliche Wassernetz der Stadt, der in den vergangenen Jahren finanziert wurde. Ohne eine solche Einrichtung ist Mädchen in höheren Klassen, mit dem
Beginn der Menstruation meist der Schulbesuch zeitweise nicht möglich und sie müssen daher wesentlich häufiger als Jungen die Schule abbrechen. Neue geplante Projekte werden im Bereich
Digitalisierung und IT umgesetzt.
Für eine integrative Schule in Adéta, in der gehörlose Kinder und nicht beeinträchtigte Kinder gemeinsam unterrichtet werden, wurde die Anschaffung eines Grundstücks für die Erweiterung der
Klassenzimmer von Togo-Hilfe mit Spendengeldern aus Deutschland finanziert. Der Direktor des lokalen Vereins, der die Schule betreibt, hatte damit nicht gerechnet, dass die Finanzierung für den
Erwerb des Grundstücks erfolgt und war höchst erfreut. Der Grundgedanke der Inklusion steht in dieser Schule im Vordergrund. 80% der 34 Schüler sind mit Behinderung und 20% sind ohne Behinderung.
Die Lehrkräfte werden vom Direktor in der Gebärdensprache unterwiesen. Außerdem wurden Tafelkreiden für die Schule mitgebracht. Auch an dieser Schule gibt es mehrere Sponsoren, den ein kleiner
Verein, wie Togo-Hilfe e.V. Rheinbach, der zusätzlich noch viele andere Projekte hat, würde gar nicht alle finanziellen Bedürfnisse der integrativen Gehörlosenschule stemmen können. Mit großem
Interesse verfolgen wir die Aktivitäten anderer Sponsoren – wie etwa einen niederländischen Verein, der die Kosten für den Transport der Schüler und die Gehälter der Lehrkräfte übernimmt. Diese
Aktivitäten der anderen Vereine mit alternativen Sponsoren-Schwerpunkten geben uns die Sicherheit, dass die Spendengelder, die Togo-Hilfe hier einsetzt, ein nachhaltiges Projekt unterstützen.
Im Schulzentrum Legbassito Madjikpeto besucht Togo-Hilfe e.V. den Kindergarten, die Grundschule und die Realschule. Den Kindergarten hier mit rund 270 Kindern fördert Togo-Hilfe schon seit seiner
Gründung durch die Eltern der Gemeinde. Die Grundschule hat aktuell rund 2.000 Schüler in 4 Zügen. Klassengrößen mit 119 Schülern lassen sich leider nicht vermeiden. Eine fünfte Klasse mit 82
Schülerinnen und Schülern ist sogar noch in einem Palmwedel Klassenzimmer untergebracht. Für die Grundschule hatte Togo-Hilfe zwei feste gemauerte Schulgebäude mit je 3 Klassenzimmer und
Lehrerzimmer in den vergangenen Jahren mit Spendengeldern aus Deutschland bauen lassen. Ein Schulgebäude wurde im ersten Halbjahr der Corona-Pandemie gebaut und trotzdem termin- und kostengerecht
fertig gestellt. Die angrenzende Realschule wurde erst vor wenigen Jahren von den Eltern gegründet. 3 Klassen sind hier in Palmwedel-Klassenzimmern untergebracht, ein festes gemauertes
Schulgebäude mit 3 Klassenzimmern hat der Staat hier gebaut. Ein weiteres festes, gemauertes Schulgebäude, das noch unverputzt, aber bereits voll im Betrieb ist, wurde von den Eltern finanziert.
Togo-Hilfe e.V. Rheinbach hat für die Realschule Schulbänke gespendet. Davon gibt es hier bei den rasant steigenden Schülerzahlen immer zu wenig und Schulbänke sind teuer. Eine in Togo von einem
einheimischen Schreiner hergestellte Schulbank kostet 47 Euro. Das Problem sind die hohen Preise für Holz. Eine Schulbank ist für zwei Schüler vorgesehen. Doch hier drücken sich oft 3-4 Kinder
hinein.
Ein weiterer Besuch gilt dem COA, dem centre omnitherapeutique africain. Hier beschäftigt sich man mit der Verbindung der traditionellen togoischen Heilkunde von Pflanzenwirkstoffen mit der
modernen Medizin. In den vergangenen Jahren wurde hier ein Lehrbetrieb aufgebaut und inzwischen ist daraus eine staatlich anerkannte Hochschule geworden, wo man einen Studienabschluß in
verschiedenen Fachrichtungen wie z.B. Pharmazie und Galenik mit dem Bachelor Grad erwerben kann. An der Anerkennung des Masters wird noch gearbeitet. Wir treffen hier einige Studenten an, deren
Studium mit Spendengeldern aus Deutschland unterstützt wird. Togo-Hilfe unterstützt dabei, dass die Spendengelder für die Förderung der Studenten zeitnah und direkt ihren Bestimmungsort
erreichen.
Der wichtigste Besuch von Togo-Hilfe in diesem Jahr gilt dem angehenden Berufsausbildungszentrum des Partnervereins KTGW (kommTOGOgehweiter e.V.) in Devikinme, wo Togo-Hilfe e.V. Rheinbach eine
Unterkunft für Mädchen innerhalb der Anlage des Ausbildungszentrums mit Spendengeldern aus Deutschland finanziert. Hintergrund ist der Schutz von Mädchen während der Ausbildungszeit, die ohne
ihre Familien aus ganz Togo hierherkommen um eine professionelle Berufsausbildung zu erlernen. Ohne den Schutz ihrer Familien wären die Mädchen auf sich allein gestellt. Die Übernachtung in
umliegenden Dörfern würde die Mädchen mit unterschiedlichen Gefährdungen konfrontieren. Beim Fußmarsch durch den Busch kommt es immer wieder zu Todesfällen durch Schlangenbisse. Wird z.B. ein
Mädchen während ihrer Ausbildung schwanger, so muss es laut Gesetz in Togo die Ausbildung abbrechen. Um den Schutz der Mädchen während der Berufsausbildung zu gewährleisten, ist daher die
Unterbringung innerhalb der Anlage des Ausbildungszentrums unerlässlich. Der Rohbau für das Erdgeschoss steht nun. Für den Innenausbau der sanitären Anlagen gibt es bereits erste Sachspenden z.B.
in Form von Fliesen. Da es sich hier um eines der finanziell umfangreichsten Projekte der Togo-Hilfe e.V. Rheinbach handelt, ist Togo-Hilfe auf jede Unterstützung angewiesen. Denn die in Togo
herrschende Verteuerung von Baumaterialien wirkt sich stark auf dieses Projekt aus. Doch der Baufortschritt ist laufend zu beobachten und derzeit wird der Wasseranschluß verlegt. Im
Berufsausbildungszentrum haben sich bereits die ersten Mädchen für den EDV Grundkurs eingefunden und die ersten Unterrichtsstunden finden statt. Man kann sagen, der Erfolg eilt dem Projekt
voraus.
Der Tag begann mit einem herzhaften Frühstück, gefolgt von etwas Freizeit, bevor wir um 11 Uhr unsere nächsten Stationen ansteuern. Unser erster Besuch galt Promise, die mit einem offenen Rücken geboren wurde. Dank der finanziellen Unterstützung von Togo-Hilfe e.V. konnte ihre lebensrettende Operation durchgeführt werden. Togo-Hilfe e.V. trug auch die Kosten für ihre Physiotherapie.
Ursprünglich war der Besuch eines Waisenhauses geplant, jedoch konnte dieser leider nicht realisiert werden. Stattdessen genossen wir ein Essen im "Alt München". Das Abschlussessen wurde in
angenehmer Gesellschaft von Salifou, Aimé und seiner Frau verbracht. Später dann, nachdem wir uns alle herzlich verabschiedeten, fuhr Salifou Silvia und Klaus zum Flughafen und sie nahmen kurz
nach elf ihren Flieger.
Der Morgen begann mit einem ausgiebigen Frühstück, und dann tauchten wir in einen Tag voller kultureller Entdeckungen ein. Unsere erste Station war das Denkmal für die Deutsch-Togoische Freundschaft, gefolgt von der Besichtigung eines Sklaven Hauses. Der bedrückende Einblick in den tiefen Keller, in dem Sklaven gefangen waren, hinterließ tiefe Eindrücke, die wir im Gästebuch festhielten.
Die Fahrt zur Mündung des Togosees ins Meer bot eine beeindruckende Szenerie, wo Salz- und Süßwasser aufeinandertreffen. Diese Kulisse nutzten wir für einige unvergessliche Fotos. Nachdem wir
unser Mittagessen vorbestellt hatten, setzten wir unseren kulturellen Tag im Museum fort, das die deutsch-französische Kolonialzeit und das faszinierende Thema Voodoo umfasste.
Das Mittagessen im Oasis in Anecho war nicht nur kulinarisch ein Genuss, sondern auch von einer tollen Atmosphäre geprägt. Während wir Krabben beim Buddeln von Löchern beobachteten, verfolgten
wir das geschäftige Treiben der Fischer.
Unsere Reise führte uns weiter nach Togoville, mit einer atmosphärischen Überfahrt über den Togosee. Begleitet von einem Guide lernten wir viel über Voodoo, erhielten geschichtliche Einblicke in
Togoville und besuchten die eindrucksvolle Kirche. Diese wurde besonders bedeutend durch die Marien Begegnung im Jahr 1973, was den Ort zu einem Pilgerort machte. Der Papst Johannes Paul II., war
hier zu Gast, was die spirituelle Bedeutung unterstrich. Wir sahen einen klassischen Webstuhl, kehrten über den See zurück, wobei wir sehen können, wie Motorräder auf einem anderen Boot über den
See transportiert wurden.
Die Rückfahrt ins Hotel bildete den Abschluss dieses kulturell reichen Tages, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen.
Ausbildungszentrum in Devikimne, wo wir uns einen Informatikunterricht ansahen. Besonders erfreulich war zu sehen, dass Togo-Hilfe e.V. Laptops gespendet hatte, die nun im Einsatz waren. Die Besichtigung führte uns auch zum Frauenhaus, dessen Rohbau bereits steht und Wasserleitungen verlegt wurden. Das gesamte Ausbildungszentrum gewährte uns einen beeindruckenden Blick von der zweiten Etage auf Felder, Palmen und sogar bis zum Meer.
Nach der Rückfahrt ins Hotel stand ein besonderes Ereignis auf dem Programm – der Besuch des neuen Botschafters. Dies erforderte eine Sicherheitskontrolle, gefolgt von einer Vorstellung der
Arbeit von Togo-Hilfe e.V. Die Gespräche drehten sich um die aktuelle Situation im Land sowie die laufenden Projekte der Organisation. Abschließend wurden Fotos mit dem Botschafter gemacht.
Den Abend verbrachten wir mit Aimé und Joachim Milz in einem Restaurant, wo das Essen überraschend schnell serviert wurde. Die Rückfahrt ins Hotel bildete den Abschluss dieses ereignisreichen
Tages.
Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, gefolgt von einer Fahrt zur offiziell anerkannten Hochschule COA. Diese Hochschule verbindet traditionelle Medizin mit klassischer Medizin und
verfügt über ein vielfältiges Team aus unterschiedlichen Religionen und Herkünften. Insgesamt gibt es vier Abteilungen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Medizin befassen. Wir stellten
einige Fragen und überreichten zudem Spenden aus Deutschland.
Im Anschluss trafen wir ein ehemaliges Patenkind namens Nelson, der erfolgreich verteidigte und ein Diplom erhalten wird. Er hat auch ein Schulprogramm entwickelt und arbeitet an dessen
Verbesserung.
Ein Besuch im College Maternelle zeigte eine Schule mit 318 Schülern vom Kindergarten bis zur 10. Klasse und 23 Mitarbeitern, darunter 16 Lehrer. Die Schule wird offiziell als Privatschule
anerkannt.
Nach einem Mittagessen in einem Restaurant fuhren wir für die Augentests an Salifou, Aimé und Rennes in eine Augenarztpraxis. Wir brachten Rennes wieder nach Hause und fuhren zurück ins Hotel.
Hier wählten Aimé und Salifou noch ihre neuen Brillengestelle aus und es folgte ein entspanntes Abendessen.
Der Tag begann mit einem herzhaften Frühstück, das uns für die kommenden Aktivitäten stärkte.
Eine Fahrt zum örtlichen Bäcker gewährte uns Einblicke in die Ausbildungssituation vor Ort. Wir erfuhren, dass bereits 24 Personen erfolgreich ausgebildet wurden. Eine Zusatzausbildung erstreckt
sich über drei Monate, und eine komplette Ausbildung dauert ein Jahr. Besonders hervorzuheben ist, dass der Bäcker, trotz anfänglicher Schwierigkeiten wie dem noch nicht angeschlossenen Ofen, was
er durch fehlende Teile rechtfertigte, sein Bestes gibt, um die Ausbildung voranzutreiben. Dabei kommt entgegenkommend zum Tragen, dass die Kosten für die Ausbildung flexibel gehandhabt werden,
er also bei Schwierigkeiten der Finanzierung Nachlässe gewährt.
Unser nächster Halt war der Kindergarten in Madjikpeto mit 270 Kindern, der in den letzten zwei Jahren von 20 auf 270 Kinder angewachsen ist. Hier sind sechs Erzieher im Einsatz.Wir besuchten
auch die Grundschule auf dem gleichen Gelände, mit insgesamt 2000 Schülern von der 1. bis zur 6. Klasse. Die Realschule zählt 1220 Schüler auf neun Klassen, einige kommen vormittags, andere
nachmittags aufgrund von Platzmangel in den Schulgebäuden. Die staatliche, von den Eltern gegründete und von der Togo-Hilfe e.V. unterstützte Schule verfügt über drei Gebäude. Vor zwei Jahren von
Eltern gegründet, erhielt die Schule Spenden für Schultafeln von der Togo-Hilfe e.V. und benötigt nun einen Kopierer, der ebenfalls durch die Togo-Hilfe e.V. finanziert wird.
Nach einem köstlichen Mittagessen bei Aimé widmeten wir uns dem Auspacken und Sortieren von Material aus dem, vor einigen Wochen verschickten, Container.Die Rückfahrt ins Hotel markierte den
Ausklang des Tages, gefolgt von der Freizeit, in der ich Schulaufgaben erledigte, und einem gemeinsamen Abendessen.
Der Tag startete mit einem gemütlichen Frühstück, das uns auf einen entspannten Orga-Tag vorbereitete.
Aimé holte uns ab, und wir begaben uns zur örtlichen Kirche. Der dortige Gottesdienst beeindruckte durch eine angenehm lockere Atmosphäre im Vergleich zu unseren gewohnten Gottesdiensten. Nach
unserer Rückkehr ins Hotel nutzte ich die freie Zeit, um mich mit Schulaufgaben zu beschäftigen.
Ein Treffen mit Joachim Milz von der Handwerkskammer Köln stand auf dem Programm. Wir überlegten intensiv, wie die gespendeten Fliesen für das Frauenhaus hierher transportiert werden könnten.
Joachim Milz kennt jemanden, der die Fliesen verlegen kann und dabei das Frauenhaus als Ausbildungsprojekt nutzen könnte, was eine Win-win-Situation wäre. Der Transport würde einen Container
erfordern, über dessen Finanzierung diskutiert wurde.
Ein weiteres Treffen mit Blaise Pascal d’Almeida vertiefte die Überlegungen bezüglich des Fliesentransports, insbesondere hinsichtlich des Transports aus dem Hafen und der Zollformalitäten.
Der Tag fand seinen Abschluss bei einem gemeinsamen Abendessen, bei dem wir die Ereignisse des Tages Revue passieren ließen.
Der Foto-Kalender mit informativen Texten auf der Rückseite der Kalenderblätter wird nur limitiert mit 160
Stück aufgelegt. Jedes Jahr widmet sich der Kalender einer bestimmten Themen-Reihe – in 2024 lautet
das Thema des Kalenders „Wasserkrise in Togo“.
Der Kalender „Wasserkrise in Togo“ kann für 18 Euro bei Optik Firmenich in Rheinbach erworben werden und ist auch am Stand der Lions bzw. der Togo-Hilfe auf dem Rheinbacher
Weihnachtsmarkt erhältlich. Stefan Raetz, Gründungsmitglied der Togo-Hilfe Rheinbach, betont, dass der Erlös eines Kalenders die Finanzierung einer Schuluniform für ein Kind ermöglicht und
unterstreicht die Bedeutung dieser Unterstützung für bedürftige Kinder, die ohne Schuluniform keinen Zugang zur Bildung haben
Togo-Hilfe e.V., Rheinbach präsentiert den Foto-Kalender „Togo 2024“
- Bitte helfen Sie Kindern in Togo, sich selbst zu helfen. -
Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, das uns für die bevorstehende Reise nach Lomé stärkte.
Unsere 6-stündige Fahrt bot uns faszinierende Einblicke in die ländliche Umgebung. Wir passierten Baumwollfelder und bewunderten beeindruckende Cashew-Bäume entlang des Weges. Bei dem ein oder
anderen Feld hielten wir auch an und Aimé erklärte uns etwas zu den Pflanzen. Die Straßen waren gefüllt mit Fahrzeugen, die bis zur Belastungsgrenze bepackt waren. Vielleicht sogar darüber
hinaus… Autos, die doppelt so hoch bepackt waren wie sie selbst, Motorräder mit riesigen Spiegeln und LKW-Reifen, sowie Lastwagen, die mit Matratzen, Holz und Fässern beladen waren. Salifou
schaffte es gerade noch rechtzeitig, den sich auf dem Dach befindenden Koffer in den Kofferraum zu legen, bevor der Regen einsetzte. Dieser war faszinierend. Der rote nasse Sand auf den Straßen,
riesige Pfützen und viele Menschen, durchnässt von dem Regen.
Die Teilnahme an "Allemand par la Radio" war ein sehr interessantes Erlebnis. Obwohl wir aufgrund des unerwarteten Verkehrs und des Regens etwas zu spät kamen, saßen wir nachher alle zusammen im
Aufnahmeraum. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden uns einige Fragen zu unserer Reise, bzw. der Togo-Hilfe e.V. gestellt.
Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die New Robinson Plage, wo wir ein leckeres Mittagessen genossen. Die anschließende Freizeit nutzte ich, um den gestrigen Reisebericht zu schreiben und
einige Schulaufgaben zu erledigen.
Als Abendessen entschied ich mich für die Spieße mit Hühnerfleisch und Pommes Frites als Beilage. Dies ist definitiv zu empfehlen und bildet einen gelungenen Abschluss für unseren aufregenden
Tag.
Der Morgen begann mit einem Frühstück, bei dem leider das Vorbestellen nicht wie geplant funktionierte. Statt fünf Frühstücken, drei mit Kaffee und zwei mit Wasser und zwei Obsttellern, bekamen wir drei Kaffee und zwei Obstteller. Allerdings ohne Brot oder Marmelade…
Anschließend fuhren wir zu einem Bäckermeister mit einer faszinierenden Lebensgeschichte. Er hat sieben Jahre in Deutschland gelebt, Germanistik studiert und gleichzeitig Bäcker gelernt. Neben
einem Hotel und Restaurant, das er betreibt, stellt er hier in Sokodé verschiedene Backwaren her. Von frischen Berlinern und Brezeln bis hin zu kunstvollen Torten und herzhaften Vollkornbroten -
er vermischt die deutsche Backkunst mit der togoischen.
Die Frau des Bäckers stellte auf dem gleichen Gelände außerdem Cashewnüsse her, wo wir den aufwändigen Herstellungsprozess beobachteten. Angefangen beim Schälen der Nüsse über das Rösten in Öl
bis hin zum sorgfältigen Abtrocknen erhielten wir einen Einblick in die Handwerkskunst hinter diesem auch in Deutschland beliebten Snack.
Ein Besuch auf dem Europäischen Friedhof brachte uns eine bewegende Erinnerung an die Europäer, die während des Ersten und Zweiten Weltkriegs hier begraben wurden.
Die Weiterfahrt führte uns zum Verwaltungsviertel und anschließend nach Baratau. Dort gibt es in jedem der vier Viertel einen großen runden Saal, welche im Jahr 1745 erbaut wurde. Ein kleineres
rundes Gebäude diente dem Chef für Entspannung und private Gespräche, bzw. die schlichtung von Ehestreits innerhalb seines Dorfes
Nach einem köstlichen Mittagessen besuchten wir das Kultur-Museum in Sokodé. Trommeln, für jeden Anlass eine andere, Schalen aus Holz, Talismane mit verschiedenen Funktionen und traditionelle
Kleidung. Neben dem Museum liegt eine Bibliothek, in die wir einen Blick rein werfen. Sie funktioniert erstaunlich ähnlich zu den Bibliotheken, die wir aus Deutschland kennen. Man bekommt eine
Bücherei-Ausweis, welcher sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene kostenlos ist und leiht sich mit diesem, aus einer großen Sammlung von Büchern, diese beliebig aus.
Die Besichtigung einer Weberei beeindruckte uns mit der Handwerkskunst und dem Engagement von 60 Auszubildenden. Obwohl der Besuch des Handwerkerzentrums nicht klappte, kehrten wir mit vielen
neuen Eindrücken und einer Prise Enttäuschung zurück ins Hotel. Dort packten wir unsere Koffer und genossen ein letztes Abendessen, während wir uns auf die bevorstehende Rückkehr nach Lomé
vorbereiteten.
Der Tag begann mit einem Frühstück, das uns für die bevorstehenden Erlebnisse stärkte. Zuerst fuhren wir, wie gestern geplant, zu einer Schmiede, wo ein Föhn als Blasebalg fungierte, eine
traditionelle Handwerkskunst, die wirklich faszinierend war.
Die Weiterfahrt nach Sokode war von eindrucksvollen Szenen geprägt. LKW-Unfälle, Baumwoll- und Erbsenfelder, zahlreiche Dörfer, Moscheen, Cashewbäume, Teakplantagen, Baobabs, Tamarinden und
Zuckerrohrplantagen säumten unseren Weg. Besonders auffällig war die Monokultur der Chinesen an Zuckerrohrplantagen.
Nach dem Check-in im Hotel genossen wir ein Mittagessen und erkundeten mit unserem Guide Felix, der eigentlich schon in Rente ist, einen örtlichen Markt, auf dem vorrangig Lebensmittel verkauft
wurden. Dort erwarben wir Seife und Erdnüsse, bevor wir uns den faszinierenden Tanz der Pferde anschauen. Die Verbindung mit Voodoo-Praktiken wirkte für mich persönlich jedoch sehr schmerzhaft
für die Pferde, weshalb ich es nicht empfehlen würde, anzusehen.
Die Rückkehr ins Hotel bot Freizeit, die ich nutzte, um einige Sachen für die Schule zu tun. Das Abendessen wurde von ausgiebigen Gesprächen begleitet, und heute musste niemand allzu lange auf
sein Essen warten, was die Atmosphäre entspannter gestaltete.
Die Togo-Hilfe Rheinbach wird immer wieder mal angesprochen den Getränke- und Laugenstangenverkauf bei Veranstaltungen durchzuführen. Dadurch helfen wir den Veranstaltern, sind in der Öffentlichkeit sichtbar und erzielen für die Projekte in Togo ein paar Einnahmen. So war es auch im November mit den Veranstaltern des Kindermusicals „Die Schneekönigin“. Wir - das waren unser Vorsitzender Michael F. Firmenich, unsere Schatzmeisterin Karin Firmenich, Birgitta Raetz und das Gründungsmitglied Stefan Raetz - bauten im Rheinbacher Stadttheater unsere Tische mit alkoholfreien Getränken und frischen Laugenstangen auf. Die überwiegend jungen Mütter mit ihren Mädchen waren vor allem von den Laugenstangen begeistert. Aber auch die Getränke wurden in der Pause gut konsumiert. Zusätzlich waren wir für die Garderobe zuständig. Im Ergebnis können wir sagen: Es hat sich wieder gelohnt. Ein kleiner Erlös, der, wie jede Spende, uns hilft weiter Gutes in Togo zu tun.
Weitere Aktionen bis Jahresende geplant
Die nächsten „Catering-Termine“ stehen auch schon. Am 1.12. eröffnet um 17.00 Uhr der Weihnachtsmarkt „Magic Moments“ seine Pforten. Im Innenhof des Himmeroder Hofes in Rheinbach werden die
wunderschönen Outdoor-Leuchtobjekte aus dem international bekanntem Glasstudio Borowski vorgestellt. Die Togo-Hilfe wird Kaltgetränke, Glühwein, Kinderpunsch und Laugenstangen anbieten. Am 2.12.
unterstützt die Togo-Hilfe mit dem Getränke- und Laugenstangenverkauf das Jahreskonzert der Fidelia aus Wormersdorf. Das symphonische Blasorchester spielt um 17.00 Uhr im Rheinbacher Stadttheater
auf. Am 3. Advent, also am 17.12. wird die Togo-Hilfe mit einer Holzbude auf dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt an der Ecke Hauptstraße / Weiherstraße vor „Optik Firmenich“ vertreten sein. Natürlich
mit Glühwein, Apfelpunsch, heißem Kakao und heißer Marille. Aber auch mit Marmeladen und von unserem Vorsitzenden Michael F. Firmenich selbstgebackenen Keksen. Traditionell verkaufen wir auch
Holzarbeiten, Stoffe und Kunst aus Togo, die wir immer von den Touren nach Togo mitbringen. Auch der neue Jahreskalender 2024 „Wasser in Togo“ von unseren Mitgliedern Silvia und Klaus Schmid wird
erhältlich sein. Mit dem Verkauf jeden Kalenders wird eine Schuluniform in Togo finanziert.
Stefan Raetz
Gründungsmitglied Togo-Hilfe
Der Tag begann mit dem letzten Packen unserer Koffer für den Wechsel ins andere Hotel. Ein kurzes, aber aufschlussreiches Gespräch mit Pascaline und Hyacinthe im Hotel gab uns einen erweiterten Einblick in Pascaline‘s Zukunftspläne. Nach einem Frühstück, ähnlich dem vorherigen, begaben wir uns zur Gustav Nachtigal Schule, um den IT-Raum zu besichtigen, da der Informatiklehrer den Tag zuvor nicht da war.
Die APEM Gehörlosen Schule, welche wir nach dem Besichtigen des IT-Raumes anführten, war sehr beeindruckend. Dort spendete die Togo-Hilfe e.V. außerdem 30.000 CFA (46€) für ein Schulfest und
jeweils 10.000 CFA (15€) an jeden Lehrer. Unsere Geschenke und Spenden, darunter Kreide, Stifte und eine Schaukel, wurden mit Freude entgegengenommen. Wir schauten uns ein, von der Togo-Hilfe
e.V. finanziertes, Grundstück an, auf dem ein zusätzliches Schulgebäude entstehen soll. In dieser Schule hörten wir zudem die bewegende Geschichte einer taubstummen Schülerin, die aufgrund der
Entscheidung ihres Vaters lange Zeit nicht zur Schule gehen durfte.
Auf dem Weg ins „Hôtel Luxembourg“ stoppten wir noch bei einer Krankenstation, für die Togo-Hilfe e.V. vor einigen Jahren einen Wasserturm bauen lassen. Hier schauten wir uns die erneuerten
Schriftzüge an, da dieser bei dem letzten Besuch schon abgeblättert war. Hier hatte sich spontan ein Sponsor gefunden, der sich bereiterklärt hat, die Schriftzüge zu erneuern.
Die Weiterfahrt nach Atakpame bot uns Einblicke in Kakaoplantagen, Kaffeeplantagen und eine Ochsenherde, die die Straße entlang lief. Nach dem Check-in im Hotel und einem langen Warten auf das
Mittagessen trafen wir Julie, ein Patenkind, das Sichelanämie hat, eine sehr gefährliche Blutkrankheit. Julie hat durch COA, eine Gruppe von Ärzten, die eine Uni gegründet haben, an der
traditionelle Medizin und klassische Schulmedizin miteinander verbunden sind, das Leben gerettet bekommen. Sie hatte früher eine Lebenserwartung von 11 Jahren. Durch spezielle Medikamente der COA
ist sie nun 24 Jahre alt. Ein Stelzen-Tanz beeindruckte uns mit faszinierenden Kunststücken und Gesang. Wir wurden animiert, mitzutanzen, wobei wir es nicht wirklich hingekriegt haben, die
komplizierten Bewegungen der Tänzer, was alle Kinder waren, nachzumachen.
Während wir sehr geduldig auf unser Essen warteten, planten Michael, Aimé und Silvia bereits das Grundgerüst der nächsten Togo-Reise 2024. Leider verzögerte sich die Essensausgabe erheblich. Doch
nach einer Stunde kam endlich etwas! Eine Tube Ketchup für Klaus und meine Pommes Frites, die natürlich noch nicht da waren. Nach weiteren 10 Minuten bekamen die anderen ihre Bestellungen, und
ich half, Michaels Carbonara zu Ende zu essen, da mein Cordon bleu noch auf sich warten ließ. Nach zahlreichen Nachfragen kam mein Cordon bleu nach insgesamt 100 Minuten und wer hätte es gedacht…
es war natürlich nicht durch, obwohl ich beim Bestellen noch ausdrücklich dazu gesagt habe dass es bitte „bien cuit“ sein soll, was man mit „gut durch“ übersetzen kann. Also schickten wir mein
Essen wieder zurück in die Küche und 10 Minuten später kam dann ein Cordon bleu, was „bien cuit“ war…
Der Tag startete mit einem Frühstück, das dem in Lomé ähnelte, jedoch ohne leckeren Joghurt und Kuchen. Dafür gab es aber zwei verschiedene Marmeladen. Nach dem Frühstück fuhren wir zur Gustav
Nachtigall Schule, wo wir äußerst freundlich empfangen wurden, nämlich sowohl mit der togoischen als auch mit der deutschen Nationalhymne. Michael wurde gedankt für die großartige Unterstützung
des Erhalts der Schule. Im Namen des Hardtberg-Gymnasium Bonn überreichte ich Geschenke, darunter ein Schreiben meiner Schule, eine Schülerzeitung, ein Buch über Bonn und ein par
Süßigkeiten.
In der Schule haben wir uns zudem mit dem Patenkind meiner Großeltern, Pascaline, getroffen, die uns von ihrem beendetem Studium und ihrem bevorstehenden Praktikum, welches sie hoffentlich bald
absolvieren wird, erzählt hat.
Während der Führung durch die Schule erhielten wir einen Einblick in den Schulalltag. Die Schule zählt etwa 150 Schüler und 11 Lehrer, was leider zu wenig ist. Einige Lehrer unterrichten sogar
zwei Klassen gleichzeitig. Aus finanziellen Gründen können manche Schüler leider nicht am Unterricht teilnehmen, da sie sich das Schulgeld von 30.000 CFA (46€) im Jahr nicht leisten können.
Besonders schlimm war zu erfahren, dass 25% der Schüler aus finanziellen Gründen die Schule nicht abschließen können.
Dank der Unterstützung meiner Schule konnten Türen, Fenster, Schulmaterial und die Renovierung der Wellblechdächer finanziert werden. Der Schultag endet hier stets um 14 Uhr. Die Schüler besorgen
ihre Schuluniformen selbst, indem ihnen der Stoff gezeigt wird, den sie dann für die Uniformen verwenden. Diese dienen oft auch als Alltagskleidung.
Nach dem Mittagessen und etwas Freizeit nutzte ich die Zeit, um mit Freunden zu schreiben. Später fuhren wir zu einem Patenkind, das eine Schneiderausbildung machte. Im Hotel führten wir weitere
Gespräche mit zwei Patenkindern.
Anschließend trafen wir uns mit Thomas, der für die GIZ in Togo aktiv ist, und seinen Freunden in einem sehr guten Restaurant. Thomas macht mit seinen Freunden Musik, die wir auch hören durften.
Neben gecoverten Songs, auf französisch, spielten sie auch super schöne selbst komponierte Lieder, die alle eine Message haben, die über die Musik sehr schön rüber gebracht wurde. Der Tag klang
also mit einer unfassbar schönen Stimmung aus guter Musik, netten Gesprächen und leckeren Pizzen aus…
Tag 3 begann mit einem vertrauten Frühstück, das dem von gestern glich. Während wir gegessen haben, konnten wir Fischerboote auf dem Meer beobachten, was äußerst interessant war.
Die Fahrt nach Kpalimé, die etwa zwei Stunden dauerte, bot mir die Gelegenheit, etwas Schlaf nachzuholen. Die Straße war größtenteils geteert, und obwohl es viele Polizeikontrollen gab, stellte
dies kein Problem dar. In Kuma Konda trafen wir den Künstler Agbo Kossi, der uns seine Kunst präsentierte und uns erklärte, wie er seine wunderschönen Bilder produziert. Nach diesem kulturellen
Erlebnis checkten wir in unserem zweiten Hotel ein, diesmal mit einem Pool, der direkt ins Auge fiel. Nach leckeren Mittagessen gingen Silvia, Klaus, Heidi und ich für ein erfrischendes Bad in
den Pool.
Um 16 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zu APEM. Das ist ein togoischer Verein der sich um die Schulbildung von behinderten Kindern kümmert. Es werden überwiegend gehörlose Kinder unterstützt.
Im Sitz von APEM, den wir besucht haben, wurde vor ein paar Monaten eingebrochen und die Togo-Hilfe e.V. spendete dann in kürzester Zeit einen Drucker, Computer, einen Laptop, neue Türen und zwei
Schwerlastregale. Vom Vorsitzenden von APEM haben wir erfahren, dass auf der Gehörlosen-Schule in Adéta insgesamt 34 Schüler, 80% mit einer Behinderung und 20% ohne Behinderung, zur Schule gehen.
Aufgeteilt auf drei Klassen. Zusätzlich gibt es 3 Lehrer. Die Togo-Hilfe e.V. hatte den Erwerb des Grundstücks der Gehörlosenschule in Adéta, in Höhe von 2,2 Millionen CFA (3.357€)
finanziert.
Der Direktor von APEM erklärte uns die Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge von Togoern und die Unterstützung durch einen Niederländischen Verein, der die Kosten von rund 325.000 CFA (496€) für
den Transport der Schulkinder zu den entsprechenden Schulen in Kpalimé und Adéta übernimmt. Zudem finanziert der Verein die Lehrergehälter. Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir noch bei einem
Holzschnitzer vorbeigefahren, der am Straßenrand seien Waren verkaufte, von dem wir einige Kunstwerke für den Weihnachtsmarkt, für die Togo-Hilfe e.V. gekauft haben.
Im Hotel überreichten wir eine Trompete an eine frühere Bekannte, deren Mann Trompete spielen kann, die uns aus Deutschland als Spende mitgegeben wurde und führten ein Gespräch mit einem
Patenkind, das derzeit ein Praktikum als Köchin in unserem Hotel absolviert. Der Tag endete mit einem entspannten Abendessen, Bilder durchgucken und die Planung des morgigen Tages.
Am zweiten Tag unserer Reise begannen wir den Morgen mit einem üppigen Frühstück, das aus zwei farbenfrohen Obsttellern, einem Joghurt, einem Stück Marmorkuchen und knusprigem Baguette mit
Marmelade bestand. Die Atmosphäre im Hotel, direkt am Meer, war angenehm, und der Blick auf die vor dem Hafen liegenden Schiffe bot eine beeindruckende Kulisse.
Der Besuch der Patenkinder, darunter Hezou, Esther, Marie, Joseph, Elolo und Marcel, war von herzlicher Gastfreundschaft geprägt. Wir tauschten uns über ihre Studienpläne, bestandenen Abiturs und
individuellen Zukunftsträume aus, die von Jura-Studium bis zu Wasserwissenschaften reichten. Dabei überlegten wir, welche Unterstützung man bieten könnte, sei es durch das Finanzieren von
Nachhilfe oder der Bereitstellung von Schulmaterial.
Die Rückfahrt bot uns einen visuellen Einblick ins Straßenleben, vorbei an Motorrädern, Mofas und grünen Landschaften. Der Tag schloss mit Reflexionen über die reichen Erfahrungen und
vielfältigen Begegnungen, die uns noch erwarten werden.

Die »Togo-Hilfe e.V.« freut sich, zu ihrem 20-jährigem-Jubiläum, dessen Jubiläumsveranstaltung im letzten Jahr leider ausfallen musste, mit Lars Redlich den Top-Act der Benefizveranstaltung am 9. September im Rheinbach Stadttheater präsentieren zu können:
Gemeinsam mit der Rheinbacher Togo-Hilfe e.V. beschäftigt sich die VHS Voreifel im Rahmen einer über zwei Semester gehenden Reihe mit dem westafrikanischen Staat Togo. Vor genau zwanzig Jahren
gründeten Rheinbacher Bürger*innen den Verein als Hilfe zur Selbsthilfe. Aus Anlass des Jubiläums stellen Michael F. Firmenich, Vorsitzender der Togo-Hilfe, und Stefan Raetz, Mitbegründer des
Vereins sowie Bürgermeister a.D. der Stadt Rheinbach, das Land in reich bebilderten Vorträgen vor.
Am Donnerstag, 1. Juni, 19 Uhr findet der letzte Vortrag der Reihe statt, der sich mit der Bedeutung des Wassers und der Ernährungssicherung in Togo beschäftigt. In der
VHS-Geschäftsstelle, Koblenzer Straße 6, Rheinbach erläutern die Dozenten Aspekte rund um den Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie ausreichender und gesunder Nahrung. Der Vortrag ist
kostenlos.
Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder telefonisch unter Tel.: (0 22 26) 92 19 20
Die Nacht hat es nicht mehr geregnet. Das letzte Frühstück im New Robinson Plage für diese Reise. Jeanette bringt uns „das Übliche“, incl. der Bananen für Michael. Auch heute mit dem frisch gebackenen Marmorkuchen. An die Guave-Ananas-Marmelade habe ich mich auch schon gewöhnt. Die Arbeiter bessern heute das Dach der Frühstücksterrasse aus. Im Rondell vor der Terrasse wird für ein Barbecue vorbereitet. Jetzt aber endgültig den Koffer packen. Fühlt sich schwer an. Ist aber doch weniger drin als vorher! Naja, wird schon passen. Nochmal am Strand das Meer genießen und dann die Zimmer räumen.
Heute ist Feiertag in Togo. Ende vom Ramadan. Das sieht man auch direkt morgens am Strandabschnitt Richtung Hafen. Die Kinder müssen nicht zur Schule und freuen sich daher am Strand – es ist auch gerade ablaufendes Wasser – Fußball zu spielen. Andere Kinder verdienen sich was dazu und säubern eifrig den Strand. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell der Strand mit Plastik und alle dem was sonst noch ins Meer gekippt wird, verdreckt. Hier muss täglich geräumt werden. Die Bauarbeiter waren fleißig und haben am Strand die kleinen Sitzgruppen weiter nach hinten versetzt und vor allem neu eingedeckt. Alles ist zudem gestrichen und sieht wieder schmuck aus.
Nach dem Frühstück treffen wir im New Robinson Plage Irmela Erdmann. Sie kommt aus Hamburg und ist seit vielen Jahren in 8 Ländern Westafrikas mit der Christophorus Blindenmission als Augenärztin aktiv. Michael stellt ihr vor was die Togo-Hilfe an Gerätschaften für eine effektive Nutzung als Augenprüfstation anbieten kann. Frau Erdmann berichtet über die Kontakte in Westafrika, besonders in Togo. Sie erzählt von Dr. Abram Wodome, der mit seiner Augenklinik noch in gemieteten Räumen aktiv ist, aber bald auch etwas selber bauen möchte. Er besitzt schon richtig gute Geräte. Seine Frau betreibt einen Optikerladen. Wir unterhalten uns über die Aktivitäten von HelpMeSee, Lumière Divine und das Arztschiff M/S „African Mercy“, ein OP-Schiff mit 8 OP-Sälen und 82 Betten, dass top ausgestattet ist und schon mehrfach auch in Lomé war. Sie können täglich 400 Patienten versorgen – im Extremfall auch bis 1000. Sie haben sogar mobile Einheiten dabei, die ins Land fahren und auch dort z.B. Augenscreenings durchführen. Frau Erdmann ist nur noch bis Ende Mai in Togo und geht dann in den Ruhestand. Sie nimmt zu Dr. Wodome Kontakt auf. Es wäre schön, wenn die Gerätschaften von Michael in gute Hände kommen.
Eine ruhige Nacht liegt hinter uns. Schon beim Frühstück sind die Handwerker am Strand aktiv und decken die Strohüberdachungen ab. Alles wird neu gemacht. Teilweise auch die Gestelle. Heute bedient uns Sylvie. Sie macht das auch sehr zuvorkommend. Nur sie „schlufft“ immer mit den Schlappen über den Boden. Es ist so schwül, dass die Linse vom Fotoapparat beschlägt. Vormittags holt uns diesmal Aimé ab, damit wir zusammen nach Dévikinmé fahren können.
Die Nacht war ruhig und ohne Regen. Das macht Hoffnung auf die Fahrt nach Dévikinmé. Das Frühstück schmeckt – wie immer. Michael nimmt lieber den Mangosaft. Gestern die Orange war wirklich arg sauer. Am Vormittag holt uns Joachim ab und wir fahren in Richtung Benin. Unsere Straße am Hotel links zur Küstenstraße ist noch unpassierbar. Viele LKWs und sonst nur tiefe Pfützen. Also rechts rum durch das zweite Elendsviertel. Hier leben die einfachen Fischer und die, die den Sand zum Verkauf in verschiedene Größen sieben. Aber der Müll soll getrennt werden! Sicherlich ein gefördertes EU-Projekt nach Delegationsreise des Umweltausschusses! Es stehen dafür in Extragestellen verschiedenfarbige Mülltonnen. Wahnsinn! Drumrum türmen sich die Müllberge.
Tja, da hatten wir uns nach den „Freitagen“ schon auf den Arbeitseinsatz heute im Ausbildungszentrum in Dévikinmé gefreut – aber es wird nichts draus. Es hat die Nacht länger anhaltend geregnet. Und wenn es hier regnet, dann regnet es – es tröpfelt nicht! Regenwaldduschfeeling! Erst kurz vor 8.00 Uhr hörte es auf. Die Sandpisten sind eine einzige Seenplatte. Der Weg nach Dévikinmé ist wegen der vielen Senken in der Piste unpassierbar. Also leider heute Zwangspause. Die Entspannung tut uns gut, aber wir sind ja eigentlich zum arbeiten länger in Togo geblieben. Die Terrasse ist beim Frühstück noch richtig nass. Die Sitzkissen sind noch klamm. Es ist schwül und diesig. Die Wellen sind so hoch, dass die Brandung fast den ganzen Strand einnimmt. „Unsere“ Strandfegerin hat heute einen deutlich kleineren Streifen zu säubern. Mit Lesen und einfach nur die Seele baumeln lassen geht der Vormittag und Mittag vorbei. Am frühen Nachmittag essen wir was. Der gegrillte Fisch – ein Gedicht! Michaels Nudeln mit den vier Käsesorten ebenso.
Diese Nacht hat es zum dritten mal in den 14 Tagen geschüttet! Ein Wolkenbruch geht nieder. Ein kurzes, aber heftiges Gewitter von 90 Minuten um kurz nach Mitternacht. Wir lassen den Sonntag ruhig beginnen. Das Frühstück „simple“ - Kanne Kaffee, Marmelade, Butter, Baguette, Marmorkuchen und Saft – für unter 4,- € und mit der Aussicht. Passt! Es ist erneut schnell sehr warm. Ein kleiner Spaziergang am Strand – mehr ist bei der Hitze nicht drin. Das Meer ist auch nicht kälter. Die Wochenendgäste sorgen schnell für vollbesetzte Plätze. Familien verbringen hier am Strand den Tag. Am frühen Nachmittag „verlegen“ Michael und ich ins übernächste Hotel, dem Riviera Plage (ex Ramatou Plage), das von Libanesen geführt wird. Macht auch einen guten Eindruck. Die Gäste sind auch vielfach aus dem arabischen Raum. Die Speisekarte bietet die arabische Küche – aber nicht nur – und sogar Shisha.
Die gute Nachricht: Unser Präsident ist sichtbar auf dem Weg der Besserung. Es geht Michael deutlich besser. Wir Frühstücken. Ungewohnt ist nur noch, dass Michael Tee statt Kaffee trinkt. Heute wird das Frühstück durch einen leckeren Hibiskusblütensaft versüßt. Er nennt sich hier Bissap. Passt sehr gut zur Ananas-Guave-Marmelade. Aimé kommt am Vormittag vorbei um mit Michael den letzten Feinschliff an der Buchhaltung vorzunehmen. Er bringt uns auch Kleingeld – in Papierform – mit. So haben wir es beim Trinkgeld einfacher. Die Scheine sehen aus, als wenn sie auf dem Fischmarkt zum Einpacken der Fische genutzt werden. Der kleinste Schein, der 500,- CFA-Schein, hat einen Wert von etwa 75 Cent. Die Putzfrau freut sich täglich über den 1.000,- CFA-Schein. Sie schreibt dann immer: „Gott behüte Dich“. Das Personal hier ist sehr freundlich und gut.
Der heutige Tag ist ein wirklich ein „Frei“-Tag und damit schnell erzählt. Ich habe sehr gut geschlafen. Wie groß das Bett auf einmal ohne Volker ist! Ich habe mich so alleine in der fremden Welt auch nicht gefürchtet. Um 8.00 Uhr treffe ich mich mit Michael zum Frühstück. Naja, so richtig fit ist der Präsident noch nicht. Die „keramischen Sitzungen“ nehmen zwar ab – aber fit ist was anderes. Der Vorteil für mich: doppelte Ration Marmelade und heute 2 x Guave-Saft.

Unser Präsident ist angeschlagen, hat kaum geschlafen und die Nacht mehr im Bad als im Bett verbracht, aber er kommt zum Frühstück. Heute ist ja große Einweihungszeremonie. Von unserer Gruppe Reisen heute 10 Personen ab Richtung Heimat, so dass dann nur noch Michael und ich hier sind. Die Heimreisenden genießen wieder ziemlich ohne Beschwerden das Frühstück mit dem grandiosen Blick auf das Meer.
Anschließend kommen die Koffer mit Handtüchern auf Michaels und mein Zimmer. Eine Dusche vor dem Abflug heute Abend tut bestimmt noch gut. Salifou holt uns mit Aimé ab. Es geht Richtung Aneho nach Dévikinmé. Salifou tankt nochmal den Bus mit Diesel. Ein Liter kostet 775 CFA, das sind etwa 1,17 € je Liter. Nicht gerade wenig für die Menschen in Togo. Daher wird viel Benzin aus Nigeria über Benin geschmuggelt und – geduldet – am Straßenrand günstiger verkauft. 1 Liter Bleifrei-Benzin kostet 700 CFA, das sind etwa 1,05 €. Wir kommen nach einer guten halben Stunde in Dévikinmé an. Der letzte Teil ist erneut ein „wilder Ritt“.
Diese Nacht hat es einmal kurz, aber heftig, geregnet. Die Regentropfen sind im Sand noch gut zu sehen. Eine Bedienstete fegt morgens bereits früh den Strand. Ein Ritual. Erst die Blätter am Strand, dann das angeschwemmte Strandgut – oft das, was zuvor im Meer gelandet war. Die große Landschilkröte freut sich auch bereits auf das Frühstück. Die Arbeiter sind fleißig dabei 3 Strohhütten, die auch zur Übernachtung dienten, abzureißen. Sie sahen noch richtig urig aus (die Strohhütten!), werden aber auch durch neue Apartments ersetzt. Unsere Magen-/Darm-Geschädigten verzichten auf den Orangensaft und die leckeren Früchte. Das trockene Baguette kommt gerade recht. Selbst der morgendliche Sandkuchen findet nicht überall Abnehmer. Der Teekonsum steigt überproportional zum Kaffeeverbrauch. Umso besser lassen es sich die anderen schmecken.
Nach dem Frühstück fährt uns Salifou mit dem Mercedes-Bus – bei dem er bei 493.000 km den Tacho und Kilometerzähler abgeklemmt hat – zum Nationalmuseum. Wahnsinn wie der Verkehr sich durch die Hauptstadt den Weg bahnt. Links und rechts Motorräder, dann noch Autos, die alle eifrig von der einen Straßenseite zur anderen wechseln. Dafür passieren sehr wenige Unfälle. Es sind mehr die deutlich überladenen LKWs, die schon mal im wahrsten Sinne des Wortes zusammenbrechen und dann die Straßen blockieren. Ab und zu fällt auch mal eine Stromleitung, die lediglich an Bambusstäben hängt, auf die Straße. Dann sind alle Verkehrsteilnehmer vorsichtig!
Nach fast 24 Stunden auf den Beinen fallen wir müde ins Bett. Das Kopfkissen ist sogar weicher als die Fußmatte. Um das Laken beginnt der Kampf zwischen Volker und mir – eine Zerreißprobe! Die Klimaanlage rattert. Erst das Gewitter in der Nacht übertönt die Geräusche.
Im April ist in Togo die sog. „Kleine Regenzeit“. Das Meer ist deutlich zu hören. Erfreulich ist, dass bisher keine Moskitos unseren Weg kreuzen. Die morgendliche Dusche erweckt die Lebensgeister. Das kühle Nass tut bei bereits 30 Grad trotzdem richtig gut. Der kurze Weg am Strand zum Nachbarhotel gibt den Blick auf das Meer, den Hafen und die vielen vor Anker liegenden Schiffe frei. Die alte Uferstraße ist in der Brandung zu sehen. Das Meer frisst sich immer weiter den Strand hinauf. Um 8.00 h versammeln wir uns auf der Terrasse des Robinson Plage zum Frühstück. Der Kaffee, die Früchteplatte und die selbstgemachte Marmelade – herrlich!
Joachim Milz von der Handwerkskammer zu Köln kommt hinzu. Er arbeitet in Togo und versucht so das Handwerk in Togo zu stärken. Wir fahren zu unserem ersten Programmpunkt heute. Aimé erzählt im Bus über Land und Leute. In Togo wohnen 8 Millionen Einwohner, davon alleine gut 2 Millionen in der Hauptstadt Lomé – die einzige Hauptstadt weltweit, die direkt an einer Landesgrenze (zu Ghana) liegt.
Nach kurzer Nacht geht es früh um 05.15 h für Michael und mich mit Karin und dem BMW voll Koffern zum ICE-Bahnhof nach Siegburg. Haben wir an alles gedacht? Haben wir alles dabei? Was fehlt? Am Bahnsteig ein herzliches Hallo der ersten Mitreisenden. Schnell noch ein paar Mitbringsel in die Koffer verteilt, denn Freunde in Togo wünschen sich Spargel und Schinken incl. Sauce Hollandaise (darf die Sauce im belgischen Flieger von Brüssel Air mitfliegen?). Wir dürfen jeder 2 Koffer à 23 kg plus Handgepäck und Laptop mitnehmen. Der ICE kommt – natürlich leicht verspätet, aber was sind schon 10 Minuten bei der Bahn. In Frankfurt sammeln wir 10 Reisenden ein. Edgar und Andrea fliegen direkt ab Brüssel.

Wie jedes Jahr bereist der Vorsitzende der Togo-Hilfe Rheinbach, Optikermeister Michael F. Firmenich, Togo. Er ist – wie ich – Gründungsmitglied der Rheinbacher Togo-Hilfe. Was mit ein paar Brillen, Stiften und Schreibpapier angefangen hat, ist heute ein Vorzeigeprojekt für Hilfe zur Selbsthilfe in Togo. Michael ist schon 25 x in Togo gewesen. Ich erst etwa 7 x. Wir scherzen, dass ihn jetzt die „silberne Ehrennadel von Lomé und Kpalimé“ bei der Einreise erwartet – traditionell als Tätowierung.
Die Mitreisenden
Edgar, der Förster mit seiner Frau Andrea, die Holzkünstlerin. Egon, unser Verpackungsspezialist und seine Frau Carola, beide aus Wormersdorf. Jürgen, der Weinhändler aus der Stadt mit M.
Philipp, der Oldtimerfan. Volker, der Privatier. Klaus-Günther Grohmann, der Botschafter in Togo a.D. mit seiner Frau Barbara. Gerda, unsere Weltreisende. Stefan – das bin ich -, Bürgermeister
a.D. von Rheinbach und Azubi vom „Reiseleiter“. Michael, der Chef vom Ganzen und „Nicht Reiseleiter“. Noch dazu kommen in Togo Aimé, unser Koordinator der Togo-Hilfe in Togo und Salifou, seit
Jahren unser Fahrer.
Hallo zusammen,
wie im letzten Jahr, finden auch im Rahmen von „Kultur am Hof“ in 2023 wieder Open-Air-Konzerte statt.
Wir von Togo-Hilfe e.V. haben dann wieder exklusiv die Möglichkeit, neben den tollen Veranstaltungen, Laugenstangen zu verkaufen und auf unsere Projekte aufmerksam zu machen.
Kultur am Hof 2023
Rock'Roll Special Rheinbach Classics zusätzlich am Samstag, 17.6.2023.
Feste Bands:
30.6. MAM,
7.7. Männer von Flake,
4.8. ZET B,
11.8. TimeOut,
18.8. Rumba Gitana,
8.9. PlayOff.
Thomas Dogen im Gespräch mit dem Gründer und Vorsitzenden Michael F. Firmenich. Ausgestrahlt bei Radio Bonn/Rhein-Sieg
Rheinbach.
Eine erlebnisreiche, zweiwöchige Projektreise liegt nun hinter dem Togo-Hilfe Team. Für den Vorsitzenden von Togo-Hilfe e.V. Michael F. Firmenich war es die 25. Reise nach Togo. 20 Jahre
Togo-Hilfe, das ist schon etwas, auf das man zurückblicken kann. Alte Themen konnten abgeschlossen werden, bestehende Projekte kontrolliert und neue in Angriff genommen.
Das neueste und bisher teuerste Projekt ist die Finanzierung für den Bau eines Internats für weibliche Lehrlinge, die im neuen Ausbildungszentrum von „KTGW“ in der Nähe des Dorfes Devikinme
wohnen werden. Zur Grundsteinlegung wird ein großes Fest veranstaltet. Einer der Redner der regionalen Regierung erklärt in seiner Rede, dass erst am Vortag in einer Debatte des togoischen
Parlaments über Gewalt gegen jugendliche, weibliche Auszubildende gesprochen wurde. Und nun nimmt er hier an dieser Grundsteinlegung für ein Internat für jugendliche, weibliche Auszubildende
teil, das dazu dienen soll, die Ausbildung für diese Jugendlichen sicherer zu machen, die hier aus ganz Togo zur Ausbildung her kommen und nicht in den Dörfern der Umgebung unterbracht werden
können.
In der Gemeinde Legbassito-Madjikpeto weiht die Togo-Hilfe eine Toilettenanlage für eine weiterführende Schule ein. 1.000 Kinder und Lehrer*innen dieser Realschule hatten bisher keine Toiletten.
Auch behinderten gerechte Toiletten für Jungen und Mädchen wurden hier errichtet. Bei den offiziellen Reden stellt sich eine Schülerin ans Rednerpult und hält eine eindrucksvolle Rede. Die
Situation der Schüler war hier besonders prekär, da sich die Schule mitten in einem größeren Vorort von Lomé befindet und man nicht eben mal hinter einen Busch verschwinden kann, um seine
Notdurft zu verrichten.
Immer wieder wird unser Vorsitzender Michael F. Firmenich gefragt ob die Togo-Hilfe Rheinbach bereit wäre bei Veranstaltungen in Rheinbach ehrenamtlich die Getränke- und Pausensnackversorgung zu übernehmen. Der Erlös aus dem Verkauf ist dann für die Projekte der Togo-Hilfe Rheinbach. So war das Team der Togo-Hilfe Rheinbach im Advent 3 x bei Veranstaltungen in Rheinbach helfend mit dabei. Unser Vorsitzender Michael F. Firmenich war zeitgleich in Togo, hatte aber alle Vorbereitungen für einen reibungslosen Ablauf getätigt.
Endlich fand der Rheinbacher Weihnachtsmarkt wieder statt. Traditionell am 3. Adventswochenende verwandelt sich die schmucke Rheinbacher Innenstadt mit den Weihnachtsbuden, der stimmungsvollen Beleuchtung, den geschmückten Weihnachtsbäumen und dem winterlichen Wetter in ein kleines Weihnachtsdorf.
Mitten in der Stadt vor "Optik Firmenich" stand auch die Weihnachtsmarktbude der Togo-Hilfe-Rheinbach. Früh morgens um 9.00 Uhr wurde die Bude dekoriert und "auf Togo" getrimmt. Vom Vorsitzenden Michael F. Firmenich selbst gebackenes, über die Grenzen Rheinbach hinaus beliebtes, Dinkel-Vollkorn-Spritzgebäck, selbstgemachte Marmeladen vom Lions-Club Bonn-Rhenobacum (wo unser Vorsitzender Michael F. Firmenich Past-Präsident ist), Glühwein vom Winzer aus der Pfalz, Apfelpunsch aus der Region, der tolle Togo-Jahreskalender von Silvia und Klaus Schmid und das Kunsthandwerk aus Togo mit vielen Holzschnitzereien, Textilien, Taschen und netten Kleinigkeiten, sorgten für ein ansprechendes Angebot.
Der Verein Togo-Hilfe sorgte dafür, dass alle gut gestärkt in die zweite Halbzeit starten konnten.
Hier geht es zum Onlinebericht von Blick aktuell:
Im kleinen westafrikanischen Land Togo werden Traditionen hochgehalten. Doch die gesamte Gesellschaft durchläuft einen rasanten Wandel. Die junge Generation besucht die Schule, lernt lesen und schreiben, studiert und möchte ihre Zukunft mit einem der sehr raren Jobs - meist in der Landeshauptstadt Lomé - gestalten, anstatt wie die Vorfahren in der Landwirtschaft zu arbeiten. So entstehen teils groteske Situationen und zudem krasse Gegensätze in einer Gesellschaft, in der nicht alle Menschen im gleichen Tempo den schnellen Veränderungen folgen können.
Weitere Informationen https://www.vhs-voreifel.de/
Freitag, den 02.12.22
Ein spannendes Thema ist unser erster Programmpunkt heute. Das Thema lautet Aquaponik. In einem Vorort von Lomé treffen wir Nestor. Er zeigt uns sein Aquaponik Projekt. Das Projekt wird von
Christoph Lindenbeck gefördert. Wir kennen Christoph Lindenbeck als Organisator verschiedener internationaler Lauf-Wettbewerbe – die hat er auch bereits in Togo veranstaltet.
Weitere Artikel finden Sie im News-Archiv