Gestern Abend besuchten uns am Pool noch 2 größere Fledermäuse. Sie flogen mehrfach an die Pooloberfläche und tranken. Silvia und Klaus hatten noch ein weiteres Abenteuer gebucht. Der Shuttle vom Hotel zum Flughafen wurde zum besonderen Erlebnis. Die Straße zum Flughafen war, offensichtlich wegen einer Messe in Lomé, gesperrt. Keine Ahnung, wer da das Privileg der Nutzung der Zufahrtsstraße für sich hatte. Die Zeit verstrich zusehends. Und dann: das hoteleigene Fahrzeug, vom Manager vom Novela Star gefahren, hatte eine Panne, lief nicht mehr – und noch schlimmer – fing Feuer. Zügig raus! Das Feuer war schnell gelöscht. Aber was nun? Der Hotelmanager rief ein Taxi. Da die Elektronik defekt war und der Kofferraum sich nicht öffnen ließ, konnten die Koffer nur durch das Umklappen der Rücksitzbank aus dem Auto gehoben werden. Happy End: Über Schleichwege sind Silvia und Klaus doch noch pünktlich am Flughafen angekommen. Durchatmen! Inzwischen sind die zwei in Paris und warten auf den Anschluss nach Stuttgart.
In den sehr frühen Morgenstunden kam ein heftiger Sturm mit reichlich Regen auf. Es prasselte zum 3. Mal während unserer Reise unaufhaltsam. Diesmal 90 Minuten lang. Resultat: Kein Leitungswasser am Morgen. Als das Wasser wiederkam, war der Druck nur minimal, so dass nur der Zufluss lief, aber nicht der Duschschlauch. Mit viel Geschick gelang das Duschen in der Badewanne. Unser Frühstück war pünktlich da. Jedoch – wir hatten es prophezeit – für fünf Personen, trotz Vorbestellung für drei. Ich hatte mich schon bei Brüssel Airlines eingecheckt. Ich bekam einen Sitzplatz am Fenster zugelost. Aber es wird eh komplett dunkel sein. Das Ausreisevisum aus Togo habe ich auch gleich noch auf der staatlichen Internetseite beantragt. Das funktionierte sogar recht unkompliziert, sofern man das seltsame System der „Neubeantragung“ eines Visums und dann „Ausreisevisum“ verstanden hatte. Nach dem Frühstück habe ich Uschi und Michael geholfen die Formalitäten zu meistern. Danach Koffer packen. Eigentlich ganz einfach, da ja nur noch Schmutzwäsche da ist. Aber die Mitbringsel für den Weihnachtsmarkt füllen den Koffer wieder bis zum Anschlag auf. Zur Sicherheit noch was Unterwäsche ins Handgepäck – man weiß ja nie. Wir bezahlen und lassen die Koffer in der „Präsidentensuite“ – also bei Michael, unserem „Mr. President“ der Togo-Hilfe.
Aimé kommt nochmal vorbei. Wir fahren zur Coco-Beach. Ein herrlicher Fleck am Strand nicht weit von unserem Hotel. Es ist nichts los. Traumhafter Strand mit mehreren Reihen Palmen, weitem Strand und netten kleinen Palmhütten. Wir genießen den Blick auf das Meer und essen gut zu Mittag. Die Seeluft sorgt für leichte Abkühlung. Mit Aimé gehen wir die ganze Tour nochmal durch und überlegen was gut war und was ggf. verbessert werden muss. Das Resümee fällt weit überwiegend positiv aus. Im nächsten Jahr soll die Tour auf 10 Tage gekürzt werden und von Freitag bis Montag – wieder Mitte November – durchgeführt werden. Durch auslaufende Patenschaften und den gut funktionierenden Projekten sollte das möglich sein. Zurück im Hotel bereiten wir uns langsam auf den Transfer zum Flughafen vor. Wir verabschieden uns von Aimé, der alles bestens im Griff hatte. Wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen. Schnell nochmal was frisch machen, die letzten Dinge in den Koffer packen und dann werden wir um 17:00 Uhr vom Hotelmanager im Kleinbus zum Flughafen kutschiert. Es geht mit 30 Minuten bis zum Gate sehr zügig. 15 Minuten später sind die Koffer abgegeben und wir mit den Ausreiseformalitäten schon durch alles durch. Die kurzen Wege auf dem kleinen Flughafen sind sehr angenehm. Nun heißt es abwarten. Unser Flieger ist jedenfalls in Brüssel gestartet und in Abidjan gelandet. Er wird uns – wenn es dem Copiloten diesmal gut geht – um 21:20 Uhr hiesige Zeit (in Deutschland 22:20 Uhr) in Lomé abholen, damit wir erneut über Abidjan nach Brüssel fliegen. Wir sitzen entspannt am Gate. Gleich noch „auf Winter“ umziehen, dann kann es losgehen. Alles weitere dann morgen!

