Rückreise - Togoreise 2025

Kleine Korrektur – die Maschine kam aus Abidjan und hatte schon die Fluggäste nach Brüssel mit an Bord, so dass wir direkt von Lomé in die belgische Hauptstadt flogen. Wir trafen beim Boarding auf Nussi Kokou, die an der Hochschule in Rheinbach studiert hat, sich bei Zukunftschance engagierte und nun in Konz an der Mosel lebt. Sie arbeitet, wie ihr Mann, in Luxemburg. Das Boarding verläuft problemlos. Nur einige Afrikaner nehmen es nicht genau mit der Größe der Bordkoffer. Ein Fluggast hatte einen Koffer mit in die Kabine genommen, der noch nicht mal ins Kofferfach passte. Wir starten mit voller Maschine um 21:30 Uhr Ortszeit. Der 5000 km lange Flug soll 6,5 Stunden dauern. Tatsächlich schafft es der Pilot noch etwas schneller, so dass wir überpünktlich vor 5:00 Uhr Ortszeit in Brüssel landen. Der Flug war ruhig. Trotzdem ist an Schlaf so richtig nicht zu denken. Erst ein Film, dann das Essen und danach Licht aus. In Brüssel erwarten uns 7°C. Von der Landung, über Passkontrolle, Kofferband bis kurzes Warten auf den Shuttle zum geparkten Auto vergehen nur 45 Minuten. Auch dann alles reibungslos. Sonntag früh auf der Autobahn – eine gute Zeit! Um kurz nach 8:00 Uhr sitzen wir zu Hause bei Brigitta am vorbereiteten Frühstückstisch. Uschis Direktzug nach Karlsruhe geht um 09:15 Uhr ab Bonn. Wir verabschieden uns. Aber in 2 Wochen ist schon Wiedersehen beim Weihnachtsmarkt mit der Togo-Hilfe in Rheinbach. Michael fährt Uschi nach Bonn. Die Togo-Tour endet am 1. Advent.

 

 

 

Ein kleiner Abschluss:

 

Auch die Togo-Tour 2025, für Michael als Vorsitzender der Togo-Hilfe schon die 29. Reise nach Togo, war wieder sehr eindrucksvoll und emotional. Selbst für uns „alte Hasen“ ist der Aufenthalt in Westafrika immer etwas Besonderes. Die Projekte und Patenschaften sind uns über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Wir haben so viele Freunde gewonnen. Es ist schön zu sehen, wie wir sinnvolles angestoßen haben und dies heute Früchte trägt. Auch die ein oder andere Enttäuschung gibt es, aber was zählt sind die positiven Beispiele, stets sehr gut nachvollziehbar bei den geförderten Patenschaften. Verstoßene Kinder, Aidswaisen, Taubstumme und Kinder aus ärmsten Verhältnissen haben die Tür in eine eigen bestimmte Zukunft in Togo aufgestoßen. Die Kindergärten, Schulen – aber auch die Brunnen und Gesundheitszentren haben dort, wo wir fördern konnten die Bildungschancen bzw. die Gesundheit verbessert. Das jetzt fast fertiggestellte Wohnheim für Mädchen wird ganz sicher den Mädchen helfen ohne Gefahr eine Ausbildung abschließen zu können. Zudem eine gute Vermarktungsgeschichte für das Ausbildungszentrum.

 

Zum Weihnachtsmarkt werden wir eine Spendenaktion gezielt für neue Schulbänke in Madjikpeto fahren, denn was wir dort gesehen haben, machte schon traurig. Kinder sitzen auf Steinen, um am Unterricht teilzunehmen. Vor ihnen zwei Steine, die den Tisch bilden. Unglaublich. Mit 47,33 € kann man in Togo vom Schreiner eine Bank mit integriertem Tisch für zwei – meistens drei – Schüler anfertigen lassen. Nun aber frohe Adventszeit und Schluss mit dem Tagebuch.

 

 

Stefan Raetz